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Fraternities und Sororities sind studentische Verbindungen in den USA. Die klassischen Bruderschaften und Schwesternschaften sind meistens nach Geschlechtern getrennt und tragen fast immer Namen, die aus drei griechischen Großbuchstaben bestehen. Ihren historischen Ursprung haben die amerikanischen Studentenverbindungen, anders als die deutschen, in den Freimaurerlogen des 18. Jahrhunderts. Die meisten Verbindungen unterhalten Zweigstellen, chapters genannt, an mehreren oder sogar an vielen Hochschulorten. Fraternities und Sororities sind in den USA viel verbreiteter als studentische Verbindungen in Deutschland. Sie gelten in der Regel nicht als konservativ, haben aber stattdessen den Ruf, viele und auch exzessive Partys zu feiern, wofür sich der Begriff greek life eingebürgert hat.
Die Drillinge Anna, Beth und Charlotte stammten aus einer Kleinstadt im Mittleren Westen. Sie hatten Studienplätze für Mathematik an einer begehrten Universität der Ostküste bekommen, waren froh, dem Kleinstadtmief entronnen zu sein, und freuten sich auf das greek life. „Ihr solltet euch bei der ΛΞΨ-Sorority bewerben. Dort findet ihr viele Mathematikstudentinnen“, hatte ihnen eine Studienberaterin empfohlen. Nun saßen die Drillinge im Sorority-Haus Olivia gegenüber, einer Studentin des siebten Semesters. „Bei uns darf nur Mitglied werden, wer logisch denken kann“, erklärte sie. „Deshalb werde ich jetzt einen kleinen Test mit euch machen.“ Olivia gab jeder der drei Bewerberinnen einen Zettel und einen Kugelschreiber. „In unserer Stadt gibt es sechs Sororities und Fraternities“, sagte sie und schrieb die Namen ΛΞΨ, ΑΟΓ, ΠΘΞ, ΜΞΒ, ΑΕΜ und ΞΨ auf eine Flipchart. Danach notierte sie hinter vorgehaltener Hand etwas auf ein Blatt Papier, ohne dass Anna, Beth und Charlotte dies lesen konnten, und faltete es dann zusammen. „Ich habe auf das Blatt einen dieser sechs Namen geschrieben, und ich werde jetzt jeder von euch einen anderen Buchstaben dieses Namens ins Ohr flüstern“, sagte sie. Anschließend ging sie reihum und raunte jeder Bewerberin etwas zu, ohne dass ihre Schwestern es hören konnten. Dann fragte sie Anna: „Kennst du den Namen der Verbindung?“ Anna antwortete: „Ja.“ Dann fragte sie Beth: „Kennst du den Namen?“ Beth antwortete ebenfalls: „Ja.“ Schließlich fragte sie auch Charlotte: „Kennst du den Namen?“ Und auch Charlotte antwortete: „Ja.“ „Dann schreibt nun den gesuchten Verbindungsnamen auf euren Zettel, ohne dass eure Schwestern ihn lesen können, und gebt ihn mir“, forderte Olivia die Drillinge auf. Die drei Bewerberinnen hatten den Test bestanden, denn tatsächlich stimmten die Namen auf den Zetteln mit dem auf Olivias Blatt überein.
Wie lautet der Name der Verbindung auf Olivias Blatt? Sie dürfen davon ausgehen, dass Anna, Beth und Charlotte perfekte Logikerinnen sind und keine Denkfehler machten.
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