„Unser Leben und Überleben auf der Erde hängen vom Boden ab!“, schreibt die Biologin Susanne Wurst in ihrem Buch. In vier Kapiteln stellt sie Bodenlebewesen vor, berichtet fundiert über die Funktionen des Bodens fürs Ökosystem und welche Gefahren den Böden drohen.
Bodengesundheit zu erhalten, ist laut der Autorin kein Selbstzweck. Wir Menschen sollten schon aus eigenem Interesse für die Böden sorgen. Die meisten Lebensmittel bauen wir weltweit auf natürlichem Boden an, etwa 660 Kulturpflanzenarten im größeren Maßstab, darunter Weizen, Reis, Mais und Kartoffeln. Böden speichern mit ca. 1.500 Gigatonnen allein im Humus fast dreimal mehr Kohlenstoff als alle Lebewesen auf der Erde zusammen – mit Blick auf die Klimakrise eine nicht zu unterschätzende Leistung. Wurst lotet Lösungsmöglichkeiten für ein besseres Bodenmanagement aus und appelliert dabei an Landwirtschaft und Politik. Sie selbst arbeitet derzeit im Bundesprogramm Biologische Vielfalt zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie in Deutschland.
Aber auch Hobbygärtnerinnen und -gärtner und wir alle, die täglich essen, konsumieren und wohnen, sind angesprochen. Zum Abschluss des Buches regt die Bodenökologin dazu an, unser Verhalten zu reflektieren. Kann ich meinen Fleischkonsum reduzieren? Woher kommt meine Kleidung? Wie viel Fläche Boden nehme ich zum Wohnen in Anspruch – und brauche ich diese Fläche wirklich?
Rezension: Salome Berblinger
Susanne Wurst
Der Boden lebt
Haupt Verlag, 168 S., € 29,90
ISBN 978–3–258–08395–7
Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.
Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Wissenschaft kategorie besuchen.