#Die Erfindung der Einmaligkeit im Mutterleib

„Die Erfindung der Einmaligkeit im Mutterleib“



Ein Geschenk der Natur an die Forensiker: Wer Fingerabdrücke hinterlässt, kann sich schwer rausreden.

Bild: Getty

Auf der Welt gibt es keine zwei Menschen mit den gleichen Fingerabdrücken. Wie es dazu kommt, haben Forscher nun zusammengetragen – und erklärt, warum die 13. Schwangerschaftswoche so entscheidend ist.

Fingerabdrücke sind das individuellste Merkmal, das Menschen besitzen. Es gibt niemanden, der den gleichen Fingerabdruck in der Vergangenheit schon einmal gehabt hat, und es wird auch in Zukunft niemanden geben, für den das gilt. Nicht einmal eineiige Zwillinge verfügen über identische Muster, obwohl sie das gleiche Genom haben und ihre Embryonalentwicklung in derselben Gebärmutter und damit in derselben Umgebung verbringen.

Wissenschaftler interessieren sich deshalb seit Langem für die Frage, wie die charakteristischen Linien auf der Leistenhaut der Fingerbeere entstehen und warum keine zwei Fingerabdrücke exakt gleich sind, auch nicht an der eigenen Hand. Die bisherigen Erklärungen reichen von spontanen Faltungen über einfache mechanische Verformungen, vorgezeichnete Musterwege und die Idee, dass die Papillarleisten – so heißen die Linien im Fachjargon – möglicherweise dem individuellen Geflecht der tiefer liegenden Blutgefäße folgen.

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