#Die FOSBOS Neuburg ist jetzt Fairtrade-Schule

„Die FOSBOS Neuburg ist jetzt Fairtrade-Schule“




Die FOSBOS Neuburg darf sich nun als „Fairtrade-School“ bezeichnen – als erste FOSBOS überhaupt. Wie es zu dieser Auszeichnung kam und was das in der Praxis bedeutet.

Die Fach- und Berufsoberschule (FOSBOS) Neuburg darf sich nun als „Fairtrade-School“ bezeichnen – und ist damit die erste FOSBOS, die diese Auszeichnung erhalten hat. Die Laudatorin bestätigt der Schule, sie habe „die Kriterien mehr als erfüllt“. Grund zu feiern also am letzten Tag vor den Weihnachtsferien, nicht nur für das quirlige Team, das die Bewerbung mit großem Engagement auf die Beine gestellt hat, schreibt die Schule in einer Mitteilung. Im Sportunterricht wird mit fair produzierten Fußbällen gekickt, die von der SMV verkauften Nikoläuse sind aus fair gehandelter Schokolade, das Thema fairer Handel wurde vielfältig im Unterricht thematisiert, die Lehrkräfte stärken sich mit fair gehandeltem Kaffee – aus diesen und zahlreichen anderen Ideen und Aktionen entstand die Bewerbung zur „Fairtrade-School“. 

Bei der Auszeichnungsfeier war die Freude bei den beteiligten Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften sowie FOSBOS-Schulleiterin Anja Heßlinger groß, und auch die Gäste zeigten sich beeindruckt vom Engagement und schließlich dem Erfolg des Schulteams „Fairheit“ um Florian Appel. Matthias Fischer, Schulleiter des gesamten beruflichen Schulzentrums Max-von-Pettenkofer, erinnerte daran: „Wir sind alle eingeladen, durch unser bewusstes Tun und Handeln Hoffnung und Zuversicht zu schenken.“ Und was hat das mit fairem Handeln und der FOSBOS zu tun? „Eine Fairtrade-Schule lässt Worten auch Taten folgen: Nicht nur fordern und mit dem Finger auf andere zeigen, wie auf die Politik oder die Wirtschaft, sondern bei dir, bei mir selbst anfangen, indem wir handeln.“ 

Die FOSBOS Neuburg ist nun „Fairtrade-School“

Landrat Peter von der Grün sprach von einem krönenden Abschluss zum Jahresende – auch wenn es nichts Neues sei, dass die FOSBOS eine Vorzeigeschule ist. Er erinnerte daran, dass die FOSBOS Neuburg seit Jahren Umweltschule ist, nun habe sie ein überzeugendes Konzept entwickelt und schaffe nachhaltiges Bewusstsein für Nachhaltigkeit und fairen Handel. „Ihr tragt das weiter, in eure Familien, später ins Berufsleben“, und „unsere Schule“, so der Landrat, gebe den Schülerinnen und Schülern „ein Bewusstsein mit, wie sich nachhaltiges Handeln auswirkt“. 

Stadträtin und Schulreferentin Sissy Schafferhans gratulierte in Vertretung der Stadt Neuburg zum neuen Titel einer Fairtrade-Schule; die FOSBOS überzeuge nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten. Astrid Amler von „Fairtrade Deutschland“ zeichnete mit der FOSBOS Neuburg die 866. Fairtrade-Schule in Deutschland aus – und die erste Fairtrade-FOSBOS überhaupt. Stadt und Landkreis können stolz sein, so eine aktive Schule zu haben, sagte Amler, und äußerte die Hoffnung, dass dieses Engagement die Stadt Neuburg bewegt, „Fairtrade-Town” zu werden. Die FOSBOS könne stolz auf sich sein und sei jetzt auch Vorbild für andere Schulen. „Sprecht mit anderen darüber, dass jeder im Alltag etwas tun kann, um den fairen Handel zu unterstützen!“ rief die Laudatorin die Feiernden auf. 

„Fairtrade-Schule“: So kam es zur Auszeichnung für die FOSBOS Neuburg

Besonders beeindruckt zeigte sich Amler vom Schulteam „Fairheit”, das stark und vielfältig aufgestellt sei und die zusätzliche Aufgabe der Fairtrade-Bewerbung im Schulalltag gemeistert habe – und das während der Pandemie. Die FOSBOS fing nicht bei null an, sondern konnte zahlreiche Synergien nutzen, so war etwa der sehr aktive Umweltrat von Anfang an mit dabei. Das Schulteam nutze bestehende Traditionen und erweitere das Thema Umwelt um das Thema fairer Handel, zudem sei es gut vernetzt, wie zum Beispiel die Kooperation mit dem Weltladen Neuburg zeige. Das Team gebe mit vielfältigen Aktionen Denkanstöße und stelle Alternativen vor. Als Beispiele nannte sie die erfolgreiche Kooperation mit dem Schulcaterer und vorbildhafte Ideen wie das faire Frühstück. Amler zitierte aus dem Schulprofil, sprach von Toleranz, Fairness und Verantwortungsbewusstsein – und das sei nicht nur Theorie, sondern werde gelebt. Die FOSBOS Neuburg habe alle Kriterien mehr als erfüllt. 

Die Beteiligten sind überzeugt davon, mit ihrem Handeln die Welt ein wenig fairer zu machen. „Auch vermeintlich kleine Aktionen dienen dazu, einen Impuls in Richtung einer faireren Welt zu geben“, sagt Florian Appel, Koordinator der Fairtrade-Bewerbung. Jeder von uns könne seinen Beitrag leisten – auch durch vermeintlich kleine Dinge des Alltags. „So kommt selbst der Kauf eines Nikolauses einer nicht unerheblichen Kette an Menschen in Produktion und Vertrieb etc. zugute. Damit macht jeder Nikolaus unsere Welt ein wenig fairer.“

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