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#Die goldenen Zeiten für den VW Golf sind vorbei

Die goldenen Zeiten für den VW Golf sind vorbei

Die gerade erst begonnene Revolution auf dem Automarkt erzählen nun in aller Eindringlichkeit die neuesten Daten des Kraftfahrtbundesamtes für das Jahr 2021. Noch vor zwei oder drei Jahren schien vieles routinemäßig zu laufen: Der absolute Marktführer in Deutschland, das Kompaktmodell Volkswagen Golf, kam 2019 noch auf mehr als 204.000 Neuzulassungen, eine Zahl, die nur wenig gedämpft wurde vom Wechsel von der siebten zur achten Modellgeneration und von der Enttäuschung von Testern und Kunden über Bediensystem und Elektronik.

Bis 2021 ist die Gesamtzahl der Neuzulassungen in Deutschland um 27 Prozent geschrumpft, die des Volkswagen Golf um mehr als 55 Prozent auf nur noch 91.621. Mit dem Golf ist auch das Fahrzeugsegment geschrumpft, das jahrzehntelang das wichtigste in Deutschland war. 2018 entfielen auf Kompaktautos, bisher nicht umsonst als „Golf-Klasse“ bezeichnet, noch 22 Prozent aller Neuzulassungen, insgesamt mehr als 755.000. Bis 2019 schrumpfte das Segment der Kompaktautos auf 20,5 Prozent und 738.000 Neuzulassungen. Im vergangenen Jahr waren davon noch 460.000 Neuzulassungen und 17,5 Prozent Marktanteil übrig.

Gewinner der Umwälzungen auf dem Automarkt war das Segment der SUV. Die machten 2018 noch 18,3 Prozent des Gesamtmarktes aus, im letzten Vorkrisenjahr 2019 schon 21,1 Prozent und 2021 schließlich 25,4 Prozent. Während die Zahl der neu zugelassenen Personenwagen 2021 insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Prozent schrumpfte, wuchsen die Zulassungen an SUV um 7,5 Prozent. Doch das Segment, das vom Kraftfahrtbundesamt als „SUV“, als etwas höhere Freizeitfahrzeuge eingeordnet wird, kann in der Öffentlichkeit kaum unterschieden werden vom Segment, das beim Kraftfahrtbundesamt „Geländewagen“ heißt. 2018 entfielen darauf noch 8,8 Prozent des Marktes, 2021 nunmehr 10,7 Prozent.

VW verliert überdurchschnittlich viel

Insgesamt gehörten 2021 also mehr als 36 Prozent oder fast 950.000 der neuen Autos auf Deutschlands Straßen zur Kategorie der höheren Freizeitfahrzeuge, die teilweise auch mit Vierradantrieb ausgestattet sind. Die andere Kategorie höherer Autos, die Minivans und Großraum-Vans, die 2018 und 2019 noch mehr als 5 Prozent des deutschen Automarktes ausmachten, sind völlig bedeutungslos geworden. 2021 hatten sie zusammen einen Anteil von 1,8 Prozent, unter anderem, weil die Autohersteller in diesem Segment kaum mehr Neuheiten vorstellen und manche Modelle einfach auslaufen lassen.

Deutschlands größter Anbieter Volkswagen hat im anteilsmäßig wachsenden Großsegment der SUV und Geländewagen mit seinem wichtigsten Modell überdurchschnittlich kräftig verloren: Wegen Konjunktur und Lieferschwierigkeiten der Autohersteller sind die gesamten Neuzulassungen von 2019 bis 2021 um 27 Prozent geschrumpft, die von SUV und Geländewagen nur um 16 Prozent. Die Zulassungen des früheren Volumenbringers des VW-Konzerns, des Tiguan, fielen dagegen um fast 37 Prozent, von fast 88.000 im Jahr 2019 auf nur noch wenig mehr als 55.000. Ein kleiner Trost ist für den Volkswagen-Konzern, dass man im Segment der SUV mit den kleineren Modellen T-Cross und T-Roc von 2019 bis 2021 die Zulassungszahlen um fast 11 Prozent auf fast 92.000 steigern konnte, allerdings wohl mit schwächerer Rendite als beim Tiguan. Vor allem lasten die kleinen SUV im Gegensatz zum Tiguan nicht das Stammwerk Wolfsburg aus.

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