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„„Die Leute haben sie einfach satt““
Langsam dürfte es auch dem Herzogspaar von Sussex in Los Angeles dämmern, dass es zwar viel Geld mit all den Vorwürfen gegen das britische Königshaus verdient, aber dass es sich damit selbst ins Abseits gestellt hat. Dass die Briten sich eher auf die Seite der königlichen Familie schlagen, dürfte Meghan und Harry nicht überrascht haben. Aber auch in ihrer Wahlheimat sinkt ihre Beliebtheit dramatisch.
Eine neue Umfrage von Redfield & Wilton für das Magazin „Newsweek“ sieht sie auch in den Vereinigten Staaten ins Bodenlose abstürzen, während Charles III., seine Frau Camilla sowie Thronfolger William und Prinzessin Catherine wieder mehr geschätzt werden als noch vor gut einem Monat, als die Autobiographie „Reserve“ von Prinz Harry herauskam. Königin Camilla ist erstmals beliebter als Harry und Meghan. Demnach mögen ihn noch 32 Prozent, 42 Prozent lehnen ihn ab, was einer Zustimmungsrate von minus zehn entspricht. Im Dezember mochten ihn noch 52 Prozent der Amerikaner, nur 14 Prozent nicht, was eine Rate von plus 38 ergab. Damit ist seine Gunst um 48 Punkte gefallen. William dagegen ist bei 42 Prozent der Amerikaner beliebt, nur 14 Prozent mögen ihn nicht, was einer Zustimmungsrate von plus 28 entspricht. Catherine liegt bei plus 32 (Meghan bei minus 17), die Prinzessin von Wales ist damit das beliebteste Mitglied des Königshauses.
„Die Leute haben sie einfach satt“, bringt die amerikanische Journalistin Kinsey Schofield die Gefühle gegenüber Harry und Meghan auf den Punkt. Sie bedauere, dass sie sich als Berichterstatterin über die Königsfamilie so in Harry getäuscht habe. Mittlerweile nehme sie den Sussexes ihre Opferrolle, mit der sie offenbar nur Geld verdienen wollten, nicht mehr ab.
Tatsächlich sind die beiden echte „Opfer“ geworden, sehr zu ihrem Missfallen. Die Macher der Serie „South Park“, die regelmäßig Berühmtheiten verspottet, haben Harry und Meghan mit der Episode „The Worldwide Privacy Tour“ offenbar zutiefst verletzt. Zwar geht es um einen Prinzen und eine Prinzessin von Kanada, doch sie trägt unverkennbar das pinkfarbene Kleid und den Hut, den Meghan im Jahr 2018 bei Trooping the Colour trug, und er einen roten Bart.
Die beiden sind auf Werbetour für seine Biographie „Waaagh“ (was umgangssprachlich für „Krieg“ steht) und halten dabei Plakate hoch, auf denen sie mehr Privatsphäre fordern. Dafür lassen sie sich von einem Marketingexperten beraten, der sie zu Marken erklärt und ihnen das Label „Opfer“ verpasst. Was der Prinz dann doch nicht will, er geht, sie aber bleibt. Stan Marsh, eine der Hauptfiguren von „South Park“, nennt sie „den doofen Prinzen und seine blöde Frau“. Sein Kumpel Kyle Broflovski sagt: „Die machen mich krank. Ich habe es satt, von ihnen zu hören. Aber man kann ihnen ja leider nicht entkommen.“
Angeblich überlegen die Sussexes, die Produzenten der Serie zu verklagen. Das Ganze kommt zur Unzeit. Harry scheint mit dem Gedanken zu spielen, zur Krönung von Charles III. zu fliegen, weil es „der wichtigste Tag im Leben seines Vaters“ ist. Doch muss er befürchten, ausgebuht zu werden, so wie der Prinz und die Prinzessin in „South Park“, als sie nach dem Tod der Königin von Kanada an deren Begräbnis teilnehmen. In der Serie ist es die Familie, die das Paar ausbuht. Das wird im wahren Leben nicht passieren. Aber Harry hat schon klargemacht: Sollte die Stimmung innerhalb der Familie am 6. Mai so frostig sein wie beim Begräbnis von Elisabeth II., dann werde die Krönung ohne das Herzogspaar stattfinden.
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