„Die Soße macht den Unterschied“
Eine der besten Erfindungen aller Zeiten ist die Soße. Gut gemacht, verwandelt sie jedes noch so eintönige Gericht in etwas, von dem man gar nicht genug bekommen kann. Vielleicht liegt es ja am schwäbischen Teil meiner Gene, dass ich so eine Soßen-Fanatikerin bin – aber ich hasse nichts mehr, als eine Ansammlung trockener Einzelteile auf meinem Teller, die ich irgendwie runterwürgen soll. Mein Großvater hat alles, was er in die Finger bekam, irgendwo hineingetunkt: den Hefezopf in den Kaffee, den Schokokeks in den Trollinger.

Die beste aller Soßen ist die Rouladen-Soße meiner Großmutter. Als Kind habe ich mich immer in die Küche geschlichen und heimlich einen Löffel probiert, wenn meine Mutter Rouladen vorgekocht hatte. Um ehrlich zu sein, blieb es meist nicht bei einem Löffel. Später habe ich herausgefunden, dass ich nicht die Einzige in der Familie war. Trotzdem war am Ende immer mehr als genug für alle da. Das Schöne ist: Das Rezept ist kinderleicht. Man braucht nur Rindfleisch in guter Qualität, einen Haufen Zwiebeln, guten Senf, Speck und Tomatenmark. Und ein bisschen Zeit, denn die Rouladen schmecken am besten, wenn sie einen Tag vorher gemacht wurden.
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