Die unsichtbare Macht im Fußballgeschäft

Die unsichtbare Macht im Fußballgeschäft

Transfermarkt.de und Co.

Die unsichtbare Macht im Fußballgeschäft

Von KONRAD RINGLEB (Text), STEFAN WALTER, SARAH WEHRLIN (Grafiken)


30. Juni 2025 · Fanforum, Managertreff und Rechenzentrum – verschiedene Portale im Internet berechnen den Marktwert von Spielern und Vereinskadern. Heraus kommen unterschiedliche Ergebnisse. Einen blinden Fleck gibt es auch.

Silvio Adzic war ein gewöhnlicher Fußballprofi. 12 Mal spielte er in der Bundesliga, für einen Verein, den 1. FC Kaiserslautern. Dann zog er weiter, nach Lübeck, Haching und Koblenz. Die Stadien der ersten Liga sah er nie wieder, zumindest nicht vom Platz aus. Aber immerhin: Er hatte es nach ganz oben geschafft, zumindest kurz.

Dass Adzic trotzdem in die Geschichte der Bundesliga eingeht, hat einen anderen Grund. Weil er seine zwölf Spiele für den FCK genau dann machte, als ein Datentüftler auf die Idee kamen, Spielern einen Wert zu geben. Und so wurde der ehemalige Juniorennationalspieler dann doch noch berühmt: Er war der erste deutsche Profi mit einem Marktwert.

Heute hat jeder Fußballspieler in den oberen Ligen einen solchen Wert. Das Portal Transfermarkt.de errechnet sie. Auch für viele Amateure, bis in die Verbandsliga Hessen. Aber vor allem für die großen Klubs, zum Beispiel Eintracht Frankfurt. Der hessische Bundesligaverein orientiert sich intern ebenfalls an den Werten. Er nutzt aber auch noch zwei andere Plattformen, um zu berechnen, wie viel der Kader wert ist: Football Benchmark und Transfer Room.

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