Die wahre Geschichte hinter der Netflix-Serie

Die wahre Geschichte hinter der Netflix-Serie

Ein verheerender „Nuklearer Notfall“ ist Thema im gleichnamigen Netflix-Format. Doch wie viel wahre Geschichte steckt hinter der brasilianischen Produktion?

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Mit „Chernobyl“ haben Sky und HBO die berühmte Nuklearkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl dramatisch in Szene gesetzt. Ab dem 18. März 2026 ist mit „Nuklearer Notfall“ ein weiteres drastisches Werk zu sehen, das von einem ähnlichen Fall in Brasilien erzählt – und ebenfalls auf realen Begebenheiten beruht. Wir verraten euch die Hintergründe zur neuen Netflix-Serie.

Noch mehr Highlights auf Netflix, die euch dieses Jahr erwarten, seht ihr in unserem Video.

Das ist die wahre Geschichte zu „Nuklearer Notfall“

1987, nur ein Jahr nach dem verheerenden Unglück in Tschernobyl, wurde Brasilien Schauplatz eines Nuklearvorfalls. Die beiden jungen Schrotthändler Roberto dos Santos Alves und Wagner Mota Pereira brechen in der Stadt Goiânia in ein stillgelegtes Gebäude des Instituto Goiâno de Radioterapia (IGR) ein; ein privates Institut für Strahlentherapie. Mit fatalen Folgen – denn was die jungen Männer dort finden, verursacht eine der bis dato größten zivilen Nuklearkatastrophen.

Denn das Duo stößt dort auf ein ausgedientes Strahlentherapiegerät, das nicht sachgemäß entsorgt wurde. Bei der Demontage beschädigen die beiden die Bleikapsel, die 19 Gramm radioaktives Cäsium-137 enthält, und erleiden dabei schwere Verbrennungen. Nicht mehr in der Lage, das Gerät weiter zu zerlegen, geben sie es den Schrotthändler Devair Alves Ferreira weiter – der den Bleibehälter schließlich öffnet. Doch damit nicht genug: Denn fasziniert von dem blau leuchtende Caesiumchlorid-Pulver, will er daraus einen Armreif für seine Frau anfertigen und gibt den radioaktiven Stoff an mehrere Familienmitglieder weiter.

„Nuklearer Notfall“: Die Folgen der Katastrophe

Da Ferreira die Metallteile des Geräts weiterverkaufte, kamen etliche Menschen mit dem kontaminierten Metall in Berührung. Tatsächlich landeten auch Teile des radioaktiven Stoffs in die Kanalisation. Nachdem die Atomenergiebehörde NUCLEBRAS hinzugezogen wurde, stellte das Institut fest, dass das Cäsium in mehrere Bezirke gelangt war. Von 1987 bis 1988 dauerte die Dekontamination an, bei der nicht nur mehrere Häuser abgerissen, sondern teilweise auch Erdschichten abgetragen werden mussten.

Die Nuklearkatastrophe von Goiânia forderte offiziell vier Menschenleben, fast 250 Personen waren schwer kontaminiert. Wie das global-Magazin berichtet, sollen es aber 66 Tote und 1.400 Infizierte gewesen sein. Die beiden Schrotthändler wurden aufgrund von Unwissenheit allerdings nicht angeklagt, auch wenn sie ursprünglich für die Weitergabe des radioaktiven Materials verantwortlich waren. Einer der beiden verlor durch die Strahlung einen Arm.

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