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Ihr wundert euch bei eurem neuen Fernseher über ein zu künstlich wirkendes Bild? Dann solltet ihr die voreingestellte Konfiguration unbedingt ändern.
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Vermutlich ist es euch entweder im Elektromarkt oder bei eurem eigenen TV-Gerät schon aufgefallen: Oft wirken die Fernsehbilder unnatürlich oder geradezu künstlich. Schuld daran sind meist die Einstellungen, die die Hersteller am Werk vornehmen. Auf fünf davon wollen wir hier ein bisschen näher eingehen.
Vor dem Neukauf eines Fernsehers solltet ihr euch ein bisschen informieren. Ein paar Tipps haben schon mal die Kolleg*innen von GIGA für euch im Video.
Diese Einstellungen solltet ihr ändern
In den Werkseinstellungen sind es in der Regel diese Konfigurationen, die das Bild nicht gerade ansehnlich machen:
- Bildschärfe
- Rauschunterdrückung
- Overscan
- Bewegungsglättung
- Farbtemperatur
Diese Funktionen verbergen sich hinter den Einstellungen
Bildschärfe
Die Bildschärfe (engl. Sharpness) sorgt – wie es der Name schon sagt – für ein schärferes Bild. Was auf den ersten Blick gut klingt, hat aber ein paar unschöne Nebeneffekte. Diese Funktion erkennt hohe Kontrastränder um Objekte und „verbessert“ die Konturen – was allerdings nur vermeintlich für ein schärferes Bild sorgt. Tatsächlich wirken Schauspieler*innen und andere Elemente bei zu hoher Schärfe wie künstlich ins Bild eingefügt.
Rauschunterdrückung
Die Rauschunterdrückung, die in den Einstellungen auch als Noise Reduction auftaucht, soll Bildrauschen beseitigen, also grisselige Bilder. Allerdings kann das dafür sorgen, das Filmerlebnis zu verfälschen, das ein Regisseur beabsichtigt hatte. Denn nicht selten setzen Filmemacher aus atmosphärischen Gründen auf körnige Bilder. Sei es, um einer bestimmten Epoche das passende Flair zu geben, oder um einen Film dokumentarisch wirken zu lassen.
Overscan
Beim Overscan handelt es sich um eine Funktion, die den Bildschirm komplett ausnutzen soll. Oft voreingestellt, wird das Bild dann gezoomt, doch auch das hat unschöne Nebeneffekte – denn Bildinformationen gehen dann verloren. Bei News-Sendungen fehlen so unter Umständen Buchstaben aus dem am unteren Rand laufenden Ticker. Zudem kann der Zoom auch für ein unnatürliches Bild sorgen.
Bewegungsglättung
Die Idee hinter der Bewegungsglättung (Motion Smoothing) ist im Grunde nicht verkehrt. Doch auch diese Voreinstellung hat Schattenseiten. Zwar wirken Bewegungen sehr realistisch, doch dabei geht das klassische Kino-Feeling verloren. Unter Technik-Freaks als „Soap-Opera-Effekt“ bekannt, macht die Bewegungsglättung genau das: Sie stülpt dem Bild einen Seifenopern-Look über. Doch gerade bei komplexen Bewegungen kann dieses Feature unschöne Artefakte um Schauspieler*innen und Objekte bescheren.
Farbtemperatur
Die Farbtemperatur (auch Colour Temperature) dürften viele von den Einstellungen „warm“ oder „kalt“ kennen. Maßgeblich für die Farbtemperatur ist der sogenannte Weißpunkt. Wird die Einstellung „wärmer“, wird die Darstellung gelblicher. Wird sie „kälter“, wirkt das Bild etwas bläulicher. Für authentischere Hautfarben und beispielsweise Szenen im Schnee sollte eher auf eine wärmere Einstellung gesetzt werden.
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