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Wer denkt, Arnold Schwarzenegger hat mit einem Actionfilm sein erfolgreichstes Werk hingelegt, irrt sich gewaltig. Stattdessen brachte ihm eine Komödie das meiste Geld ein.
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Als Arnold Schwarzenegger Ende der 1980er-Jahre durch Actionfilme wie „The Terminator“ oder „Predator“ weltweit zum Superstar wurde, hätte wohl kaum jemand vermutet, dass eine Komödie namens „Twins“ zum finanziell erfolgreichsten Film seiner Karriere werden würde.
In einem Interview mit Andy Cohen in der Sendung „Watch What Happens Live“ (via Variety) verriet Schwarzenegger, dass ihm „Twins“ über 40 Millionen US-Dollar eingebracht habe, mehr als jeder andere Film, an dem er je mitgewirkt habe.
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Der Grund für den hohen „Twins“-Profit
Der Grund dafür war ein außergewöhnlicher Deal: Für ihre Rollen in der Komödie „Twins“ aus dem Jahr 1988 verzichteten Schwarzenegger und sein Co-Star Danny DeVito auf ein festes Gehalt. Stattdessen vereinbarten sie mit Regisseur Ivan Reitman eine Beteiligung am sogenannten „Backend“ – also an den Einnahmen nach Produktions- und Vertriebskosten. Schwarzenegger erklärte:
„Es war fantastisch. Wir sind damit direkt zur Bank gegangen.“
Auf die Frage, ob er damit mehr als 20 Millionen Dollar verdient habe, antwortete er:
„Es war mehr als das. Es war mehr als jeder Film, den ich je gemacht habe.“
Die Filmindustrie war skeptisch
In „Twins“ spielen Schwarzenegger und DeVito ungleiche Zwillingsbrüder – eine für viele zunächst schwer vorstellbare Besetzung, da Schwarzenegger bis dahin ausschließlich als Actionheld bekannt war. In einem Gespräch mit seinem Sohn Patrick für die „Actors on Actors“-Reihe von Variety erinnerte sich Schwarzenegger daran, wie skeptisch die Branche war:
„Warum sollten sie mich in einer Komödie besetzen? Sie sagten: ‚Seid ihr verrückt? Je mehr Menschen dieser Typ auf der Leinwand tötet, desto mehr Geld verdienen wir. Warum sollten wir das ändern?‘“
Erst Reitman und DeVito glaubten an die Idee. Um das Projekt überhaupt realisieren zu können, schlug Schwarzenegger vor, auf Gehälter zu verzichten und den Film für vergleichsweise geringe 16,5 Millionen US-Dollar zu produzieren. Im Gegenzug sicherten sich die Hauptbeteiligten 40 Prozent der späteren Einnahmen. Dieser Deal erwies sich als außerordentlich lukrativ: „Twins“ spielte weltweit 216 Millionen Dollar an den Kinokassen ein und brachte zusätzlich hohe Einnahmen im Heimvideomarkt.
Trotz dieses Erfolgs kam eine Fortsetzung nie zustande. Ein geplanter Nachfolger mit dem Titel „Triplets“, bei dem Eddie Murphy als dritter Bruder auftreten sollte, wurde nach dem Tod von Ivan Reitman nicht mehr umgesetzt.
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