„Disaster Report“-Studio wird Verstoße gegen Mindestlohngesetz vorgeworfen

„Disaster Report“-Studio wird Verstoße gegen Mindestlohngesetz vorgeworfen

Der japanische Entwickler Granzella erhielt kürzlich eine formelle Warnung des Arbeitsnormen-Inspektionsamtes Kanazawa. Darüber hinaus berichten japanische Medien – etwa NHK und MRO – von einer Anklage wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Mindestlohngesetz.

Nun meldete sich das Unternehmen mit einer offiziellen Erklärung zu Wort. In dieser heißt es, dass einige Details der Berichte von den tatsächlichen Geschehnissen abweichen und man den Sachverhalt derzeit untersuche.

Zur Erinnerung: Granzella ist ein japanisches Spieleentwicklungsunternehmen aus Kanazawa, das von ehemaligen Mitarbeitenden von Irem Software Engineering gegründet wurde. 2014 erwarb Granzella die Rechte an der Spielreihe Disaster Report und veröffentlichte 2018 Disaster Report 4 Plus: Summer Memories als Neuauflage des eingestellten Irem-Spiels. Das Unternehmen hat auch an einigen der jüngsten Ableger der R-TYPE-Serie mitgewirkt.

Verzögerte Zahlungen durch schlechte Geschäftslage

Offenbar erließ das Arbeitsnormeninspektionsamt Kanazawa die Mitteilung, nachdem festgestellt wurde, dass Granzella aufgrund der schlechten Geschäftslage des Unternehmens seit 2023 über mehrere Jahre hinweg Lohnzahlungen verzögert hatte. Konkret verfügte Granzella zwischen Mai 2023 und Mai 2025 aufgrund des Geschäftsrückgangs nicht über ausreichende Mittel, um die Löhne der Mitarbeitenden zu decken.

Nach Rücksprache mit den Mitarbeitenden beantragte das Unternehmen, die Auszahlung der Löhne für Mai, Juni und August auszusetzen. Laut Granzella wurden alle nachfolgenden Löhne fristgerecht gezahlt, die Begleichung der ausstehenden Beträge nahm jedoch einige Zeit in Anspruch. Die Löhne wurden schrittweise ausgezahlt, und das Problem soll etwa im Mai 2025 vollständig gelöst worden sein.

Um den wirtschaftlichen Abschwung zu überwinden, beschlossen einige Granzella-Mitarbeitende, eine neue Produktionsfirma zu gründen. In den ersten Monaten verlief das Geschäft jedoch nicht wie geplant, was zu weiteren Zahlungsverzögerungen führte. Laut der Erklärung läuft das Geschäft derzeit wieder planmäßig, die Gehälter werden fristgerecht ausgezahlt, und das Unternehmen geht davon aus, alle ausstehenden Zahlungen bis zum Frühjahr 2026 abgeschlossen zu haben.

via Automaton Media, Bildmaterial: Disaster Report 4: Summer Memories, NIS America, Granzella

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