Eher Spaß als Arbeit – Wie Harald Schmidt sich beim „Traumschiff“ einschleuste

Eher Spaß als Arbeit – Wie Harald Schmidt sich beim „Traumschiff“ einschleuste

„Traumschiff“-Rolle mit Geschichte: So kam Harald Schmidt zum Kreuzfahrtdirektor

Ohne Casting und ohne, dass es die Rolle zuvor überhaupt gegeben hatte, wurde Harald Schmidt 2007 überraschend Teil der „Traumschiff“-Crew.

Das ist alles andere als normal, denn der damalige Produzent Wolfgang Rademann fragte für wichtige Rollen gezielt bekannte, zur Serie passende Darstellerinnen und Darsteller an.

So auch für die Rolle des Traumschiff-Kapitäns. Dabei gab es z. B. auch vor der Besetzung Florian Silbereisens mehrere Kandidatinnen und Kandidaten und eine bewusste Nachfolgeplanung. Gastauftritte hingegen bekommen Promis oder Schauspielerinnen und Schauspieler eher nur zu einzelnen Geschichten.

In diesem Fall lief es etwas anders.

Harald Schmidt wollte selbst unbedingt: Bei einer Gala sagte er zum Produzenten, er würde gerne beim „Traumschiff“ mitspielen.

Rademann hielt Schmidts Anfrage zunächst für einen Scherz. Dann fand er die Idee jedoch gut und ließ sein Autorenteam direkt eine Rolle eigens für Komiker Schmidt entwickeln.

Er passte zur Serie: Schmidt machte privat auch gerne Kreuzfahrten, mochte die Atmosphäre an Bord und brachte als bekannter Entertainer eine ironische, leicht schräge Note in die sonst eher harmonische Serienwelt.

Schmidt selbst erwartete anfangs nur ein kurzes Engagement in der ZDF-Kultreihe. Die Rolle war zunächst auch nicht als Kreuzfahrtdirektor mit regelmäßigen Auftritten angelegt. Schmidt begann als „Gentleman Host“ und begleitete allein reisende Damen. Später erst wurde er fester Teil des Casts. In einer Folge von 2009 stieg seine kleine Rolle des Oskar Schifferle dann erst zum heutigen Kreuzfahrtsdirektor auf.

Zu den Aufgaben seiner neu geschaffenen Rolle zählten unter anderem die Organisation von Shows und Events, die Moderation des Tagesprogramms sowie die Betreuung der Passagiere bei Ausflügen und Anliegen.

Dass Schmidt und Schifferle so lange dabei blieben, lag an der Kombination aus persönlicher Freude an Kreuzfahrten, den attraktiven, entspannten Drehaufnahmen und dem Erfolg seiner besonderen Figur. Schmidt spielt Schifferle bewusst überzeichnet, nicht als konventionellen Serienhelden.

Manche „Traumschiff“-Fans zumindest sehen in Schmidts Interpretation des Kreuzfahrtdirektors die „heimlicher Hauptfigur“ der Reihe. So berichtete der Tagesspiegel, Schmidt sei „spätestens seit 2008“ mit seinen gewollten „Irritationen“ ein zentraler Reiz der Serie. Damit war die ursprünglich improvisierte Idee zu einer festen, wiederkehrenden Besetzung geworden.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.

Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Sozialen Medien kategorie besuchen.

Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert