Eine einer Netflix-Ära? Streamingdienst will zu klassischen TV-Methoden zurück

Eine einer Netflix-Ära? Streamingdienst will zu klassischen TV-Methoden zurück

Netflix arbeitet laut mehreren Berichten an neuen Ideen für sein Streamingangebot. Dazu zählen Live-Kanäle, externe Streaming-Bundles und sogar mögliche Sportrechte.

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Netflix könnte seinem bisherigen Streamingmodell offenbar eine überraschende neue Richtung geben. Wie das Wall Street Journal berichtet, diskutieren Verantwortliche des Unternehmens intern über Live-TV-Kanäle und zusätzliche Streaming-Bundles innerhalb der Plattform.

Demnach könnten thematische Live-Channels entstehen, die dauerhaft Inhalte eines bestimmten Genres oder Formats zeigen. Vergleichbare Angebote gibt es bereits bei anderen Diensten wie Peacock. Dort laufen etwa rund um die Uhr Reality-TV-Formate oder True-Crime-Dokumentationen.

Netflix würde sich damit ausgerechnet einem Modell annähern, das der Streamingdienst einst verdrängt hat: lineares Fernsehen mit festen Programmen statt kompletter On-Demand-Auswahl.

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Netflix denkt offenbar auch über Streaming-Bundles nach

Zusätzlich prüft Netflix laut Bericht offenbar die Möglichkeit, andere Streamingdienste direkt über die eigene Plattform anzubieten. Als Beispiel wird Peacock genannt. Konkurrenzdienste wie Amazon Prime Video, Apple TV oder Disney+ setzen bereits seit Längerem auf solche Zusatz-Abonnements.

Hinter den Überlegungen steckt offenbar auch die Entwicklung der Nutzungszahlen. Laut Wall Street Journal verzeichnete Netflix zuletzt bei mehreren großen Serien sinkendes Zuschauer*inneninteresse in späteren Staffeln. Genannt werden unter anderem „Avatar: Der Herr der Elemente“, „One Piece“, „Beef“ und „The Four Seasons“.

Live-Formate und Werbung werden wichtiger

Die neuen Überlegungen würden zu einer Entwicklung passen, die Netflix bereits seit einiger Zeit verfolgt. In den vergangenen Jahren setzte der Streamingdienst verstärkt auf Live-Programme, Werbe-Abos, Creator-Inhalte und Video-Podcasts.

Erfolge gab es damit bereits. Laut TheWrap erreichte „The Roast of Kevin Hart“ im Mai 13,5 Millionen Aufrufe und führte zeitweise sogar die Nielsen-Streamingcharts an. Auch Inhalte von Creator*innen wie „Ms. Rachel“ entwickelten sich demnach erfolgreich. Darüber hinaus soll Netflix auch mögliche Gebote für die US-Rechte an den FIFA-Weltmeisterschaften 2030 und 2034 prüfen. Offiziell bestätigt wurde das bislang nicht.

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