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Ihr findet, dass Gerichtssäle die passende Kulisse für spannende Erzählungen stellen? Dann solltet ihr euch diesen kultigen Justiz-Krimi nicht entgehen lassen.
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Ob „Der Richter“, „Das perfekte Verbrechen“ oder „Die Jury“ – Gerichtsfilme sind auch noch nach Jahrzehnten ein Garant für fesselnde Unterhaltung. Dabei hat das populäre Thriller-Subgenre eine lange Historie hinter sich. Mit „Zeugin der Anklage“ könnt ihr am Sonntag, den 15. März 2026 um 20:15 Uhr auf ARTE einen der packendsten Vertreter in Schwarz-Weiß sehen.
Ihr wollt wissen, was euch in „Zeugin der Anklage“ erwartet? Dann werft einen Blick ins Video und schaut euch den Trailer an.
Worum geht es in „Zeugin der Anklage“
Eigentlich soll Sir Wilfrid Robarts (Charles Laughton) seinen Beruf als Strafverteidiger aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Doch ein Mordfall bringt ihn vom Gang in den Ruhestand ab: Leonard Vole (Tyrone Power) soll die wohlhabende Witwe Mrs. French umgebracht haben. Dessen Frau Christine (Marlene Dietrich) könnte ihn entlasten – doch die tritt sogar als Zeugin der Anklage vor Gericht.
Darum ist „Zeugin der Anklage“ so sehenswert
Dass der Justiz-Thriller derart gut funktioniert, ist vor allem der grandiosen Besetzung zu verdanken. Hollywood-Ikone Marlene Dietrich mimt die geheimnisvolle und undurchschaubare Ehefrau stilsicher und überzeugend, wären Traumfabrik-Legende Tyrone Power hier im letzten Film seiner beachtlichen Karriere als vermeintlicher Täter und verzweifelter Angeklagter glänzt.
Allerdings ist es auch die herausragende Inszenierung von Regie-Legende Billy Wilder („Küss mich, Dummkopf“, „Das Mädchen Irma La Douce“), die den großen Reiz dieses Thrillers ausmacht. Kühl und sachlich inszeniert, verzichtet der Filmemacher hier auf spezielle Kameraperspektiven oder eine ausufernde Bildsprache, sondern lässt die treibende Geschichte selbst für sich sprechen. Allein das Erzähltempo und der Freiraum für seine Figuren machen „Zeugin der Anklage“ so sehenswert.
Wie sehr die Filmfans Wilders Subtilität zu schätzen wissen, zeigen die Bewertungen auf Rotten Tomatoes. Beim Feuilleton kommt der Gerichts-Thriller auf ganze 100 Prozent, beim Publikum rangiert „Zeugin der Anklage“ bei satten 95 Prozent. Die Qualität der Inszenierung spiegelt sich aber auch in den Auszeichnungen wider, die der Film einheimsen konnte: Bei den Oscars 1958 für sechs Goldjungen nominiert, durfte sich Elsa Lanchester über den Golden Globe als „Beste Nebendarstellerin“ freuen. Und beim italienischen Filmpreis David di Donatello wurde Charles Laughton „Bester ausländischer Darsteller“.
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