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Skurrile Charaktere und unglaubliche Storys sind die Spezialität der Coen-Brüder. Mit diesem Film erschufen sie einen der besten Western mit Oscar-Potenzial.
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Joel und Ethan Coen haben sich mit ihren ungewöhnlichen Storys eine ganz eigene Nische in Hollywood aufgebaut. Überdreht und als Genre-Mix präsentierten sie „O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee“, „No Country For Old Men“ oder „Burn After Reading“ und konnten dafür den einen oder anderen Oscar gewinnen.
Mit der düsteren Western-Ballade „True Grit“ schlugen sie jedoch einen deutlich eindeutigeren Weg ein, der das Publikum in eine Vergeltungsgeschichte ohne Moral zieht. Neben Jeff Bridges und Matt Damon zieht Hailee Steinfeld im Film die Aufmerksamkeit auf sich. Allerdings ging der sehenswerte Streifen bei der Oscar-Verleihung 2011 – trotz zehnfacher Nominierung – gänzlich leer aus.
Wer sich selbst ein Bild des Coen-Streifens machen möchte, kann „True Grit“ aktuell kostenlos bei Joyn streamen. Alternativ streamt ihr den Western auf Paramount+.
Nicht alle Westernfilme können das Publikum überzeugen. Warum der Western tot ist, verraten wir euch in unserem Video.
Worum geht es in „True Grit“?
Nach dem Tod ihres Vaters macht sich Mattie (Steinfeld) auf den Weg, um die Leiche aus einem fernen Ort abzuholen. Allerdings lodert in Mattie das unerbittliche Verlangen nach Rache, um den Mörder zur Rechenschaft zu ziehen. Um ihrem Ziel ein Stück näherzukommen, bittet sie den ruppigen und wortkargen Rooster (Bridges) um Hilfe. Er soll sie auf ihrem Weg begleiten und den Mörder zur Strecke bringen.
Auch Ranger LaBoeuf (Damon) ist dem Täter bereits auf der Spur und will das hohe Kopfgeld kassieren. Mit jedem Kilometer, den Mattie und Rooster zurücklegen, wächst die Wut in dem jungen Mädchen und die Frage nach Recht und Gerechtigkeit wird neu geordnet.
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Große Überraschung im totgeglaubten Western-Genre
Mit ihrer Wahl des Western-Genres überraschten die Coen-Brüder Publikum und Kritik gleichermaßen. In den vergangenen Jahren erwiesen sich Filme, die sich in der angestaubten Sparte versuchten, als wenig erfolgreich. Weder „Open Range – Weites Land“ (68,2 Millionen US-Dollar Einspielergebnis) noch „Todeszug nach Yuma“ (70 Millionen US-Dollar Einspielergebnis) überzeugten an der Kinokasse.
Da kam es einem Wunder gleich, dass „True Grit“ satte 252,2 Millionen US-Dollar in die Kassen spülte. Der Beweis, dass die Coen-Brüder wissen, wie man ein totes Genre zum Leben erweckt. Die Chancen, dass sie dieses Kunststück noch einmal vollführen, sind groß.
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