Elon Musk veröffentlicht Uwe Bolls Citizen Vigilante

Elon Musk veröffentlicht Uwe Bolls Citizen Vigilante

Der Tech-Unternehmer verbreitet den in Deutschland nicht freigegebenen Film des Regisseurs nach einer öffentlichen Bitte Bolls in voller Länge auf seiner Plattform.

US-Unternehmer Elon Musk hat den neuen Film «Citizen Vigilante» des deutschen Regisseurs Uwe Boll auf seiner Plattform „X“ vollständig veröffentlicht. Zuvor hatte sich Boll in einer Videobotschaft direkt an Musk gewandt und ihn aufgefordert, den Film anzusehen. Dabei bezeichnete der Regisseur das Werk als einen Film, der sich gegen die Filmindustrie richte und sich mit Kriminalität sowie Migration in Europa auseinandersetze.

In Deutschland verfügt «Citizen Vigilante» derzeit über keine Altersfreigabe der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK). Die Prüfstelle versah den Actionthriller in zwei voneinander unabhängigen Verfahren mit dem Vermerk „Kein Kennzeichen“ (KK). Dadurch darf der Film hierzulande weder regulär in Kinos gezeigt noch über Streamingdienste, Fernsehsender oder den Einzelhandel vertrieben werden. Nach Angaben von Boll ist die Situation international eine andere. In den Vereinigten Staaten startete «Citizen Vigilante» bereits am 19. Juni regulär, auch in weiteren Ländern soll der Film ohne vergleichbare Einschränkungen veröffentlicht worden sein.

Uwe Boll gilt seit vielen Jahren als einer der umstrittensten und am häufigsten kritisierten Regisseure der Filmgeschichte. Zahlreiche seiner Videospielverfilmungen wie «House of the Dead», «Alone in the Dark» oder «BloodRayne» wurden von Kritikern verrissen und tauchen regelmäßig in Listen der schlechtesten Filme aller Zeiten auf. Auch „Variety“ fand für «Citizen Vigilante» deutliche Worte und bezeichnete den Film als einen „moralisch bankrotten“ Thriller. Kritiker Todd Gilchrist schrieb zudem, Boll sei seit den frühen 2000er-Jahren eine „filmische Peinlichkeit“ und liefere mit dem neuen Werk einen „gewalttätigen, wirren und moralisch bankrotten Ausbeutungsfilm“ auf dem Niveau seiner früheren Misserfolge. Besonders scharf fiel das Urteil aus, dass der Film „so erstaunlich schlecht“ sei, dass er beinahe wirke, als wolle Boll das Comeback seines Hauptdarstellers Armie Hammer bewusst sabotieren.


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