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Seit zehn Tagen ist der kleine Émile aus Frankreich inzwischen verschwunden. Hinweise darauf, wo er sein könnte oder was passiert ist, gibt es nicht. Doch es gibt Hypothesen.
Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot und unterstützt von Freiwilligen nach dem Zweijährigen. Zeitweise wurde der 125-Einwohner-Ort sogar abgeriegelt. Doch alles ohne Erfolg – trotz tagelanger intensiver Suche hat die Polizei keinen Hinweis auf das Schicksal des Kindes gefunden. Am Mittwoch wurde die Suche eingestellt. Die Fahnder konzentrieren sich aktuell auf Befragungen von Menschen, die möglicherweise einen Hinweis auf das Schicksal von Émile liefern können. Doch inzwischen sind seine Überlebenschancen ohne Essen und Trinken in der Sommerhitze sehr gering.
Émile aus Frankreich verschwunden: Was könnte passiert sein?
Die Suche nach Émile stößt in Frankreich auf große öffentliche Anteilnahme. Das Rätselraten darüber, was mit dem Kind passiert ist, füllt Zeitungsseiten und Nachrichtensendungen. Die französischen Fahnder schließen nicht aus, dass möglicherweise auch ein Tier mit dem Verschwinden des Zweijährigen zu tun haben könnte. Denkbar sei ein Angriff durch einen Greifvogel, wie der Sender BFMTV unter Bezug auf die Staatsanwaltschaft berichtete. Einwohner von Le Vernet hatten auch über den Angriff eines Wolfes spekuliert. Doch dass Wölfe Menschen angreifen, ist extrem selten. Weitere Hypothesen seien laut den Behörden ein Unfall, ein Verbrechen oder auch eine Verwicklung der Familie in das Verschwinden.
Seit zehn Tagen vermisst: Das ist Émile
Nach Angaben der Polizei ist Émile 90 Zentimeter groß. Er hat blonde Haare, braune Augen und stammt aus einer Gemeinde bei Marseille. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens habe er ein gelbes Oberteil, weiße Shorts und Wanderschuhe getragen.
2015 stürzte Flugzeug bei Le Vernet ab
Das kleine Bergdorf Le Vernet ist nicht das erste Mal in den Schlagzeilen. Im März 2015 kam es in einem Bergmassiv in der Nähe des Ortes zum Absturz einer Germanwings-Maschine. Alle 150 Passagiere kamen dabei ums Leben. Die französischen Ermittler sind überzeugt, dass der psychisch kranke Copilot die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht hatte. Es gibt ein Gemeinschaftsgrab in Le Vernet, in dem die sterblichen Überreste bestattet wurden, die keinem der Opfer mehr zugeordnet werden konnten. (mit dpa)
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