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Ein starkes Erdbeben hat das Zentrum Perus erschüttert. Dabei seien mindestens zwei Menschen verletzt sowie mehr als 30 Gebäude beschädigt worden, berichtete der Sender Latina Noticias unter Berufung auf den Chef des Nationalen Zivilschutzinstituts (Indeci), Luis Vásquez.
Das Beben, dessen Stärke die US-Erdbebenwarte (USGS) mit 6,7 angab, ereignete sich gegen 13 Uhr Ortszeit. Das Geophysikalische Institut Perus (IGP) hatte zuvor eine Stärke von 7,2 angegeben. Das Epizentrum lag laut USGS 31 Kilometer nordwestlich von Aniso in der Provinz Parinacochas. Das Beben ereignete sich demnach in 99 Kilometern Tiefe. Erschütterungen in solch großen Tiefen haben in der Regel weniger dramatische Auswirkungen.
Rettungskräfte wurden laut Behördenangaben in die Andenstädte Puquio und Coracora entsandt. Peruanische Medien zeigten Aufnahmen, wie rings um Coracora, der dem Epizentrum am nächsten gelegenen Stadt mit rund 10.000 Einwohnern, Gestein und Erdbrocken an Berghängen hinabstürzten.
Keine Tsunami-Gefahr
Auch in den Städten Cusco, Arequipa, Junín sowie der Hauptstadt Lima waren Erschütterungen zu spüren, wie das Nachrichtenportal RPP unter Berufung auf IGP berichtete. Eine Tsunami-Gefahr für die peruanische Küste bestand nach Angaben der Marine zunächst nicht.
Es war bereits das dritte schwere Beben in der Region innerhalb von zwei Monaten: Bei einem Doppelbeben in Venezuela waren am 24. Juni mehr als 6400 Menschen ums Leben gekommen. Bei einem Erdbeben in Kolumbien in der vergangenen Woche starben fast 300 Menschen. Auch dieses Beben ereignete sich in großer Tiefe von rund 100 Kilometern.
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