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Am 13. Oktober steht der nächste turnusmäßige Windows-Patchday an. Microsoft wird an diesem Tag aber nicht nur aktuelle Sicherheitsupdates ausliefern, sondern auch eine Sicherheitsfunktion von Windows 11 automatisch aktivieren. Dies könnte unter Umständen zu einem erhöhten Bluescreen-Aufkommen führen.
Die gute Nachricht zuerst: Es geht um die „Speicher-Integrität“, die auf fast allen neueren Windows-Geräten ohnehin bereits aktiv ist. Wer das bei sich kontrollieren möchte, öffnet die App „Windows-Sicherheit“ und schaut dort unter „Gerätesicherheit“ und „Details zur Kernisolierung:

Ist diese Option aktiv, muss man sich um nichts weiter kümmern. Durch den Patchday im Oktober ändert sich gar nichts.
Was ist die Speicher-Integrität?
Es handelt sich hierbei um eine Sicherheitsfunktion, die verhindern soll, dass Schadsoftware einen Hardwaretreiber und dessen besondere Privilegien dazu missbraucht, Schadcode auf ein System zu schleusen. Die Speicher-Integrität führt die Treiber mittels Hardwarevirtualisierung in einer isolierten Umgebung aus und verhindert so einen direkten Durchgriff auf den Windows-Kernel. Die Ausführung des Codes erfolgt erst, wenn er überprüft und als sicher eingestuft wurde.
Wo liegt das Risiko?
Einige Treiber sind nicht mit der Speicher-Integrität kompatibel. Aktiviert man sie dennoch, drohen Fehlfunktionen bis zu einem kompletten Systemabsturz mit Bluescreen. Bei der manuellen Aktivierung erkennt Windows das Problem in aller Regel und bricht den Vorgang mit einem Fehler ab.
Bei der automatischen Aktivierung, die Microsoft ab Oktober umsetzt, sollte eine entsprechende Prüfung ebenfalls stattfinden. Der Plan ist, die Speicher-Integrität nur auf solchen Systemen zu aktivieren, die kompatibel sind.
Im Normalfall sollte diese Aktion geräuschlos über die Bühne gehen. Falls nicht, findet man in diesem Supportdokument Informationen, wie man die Speicher-Integrität wieder deaktiviert, falls das System sich nicht mehr starten lässt.
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Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!
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