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Seit wenigen Tagen steht „Predator: Badlands“ endlich auf Disney+ zur Verfügung. Im Vorfeld erhielt Disney aufgrund eines Werbeplakates eine Rüge in Bezug auf den Jugendschutz.
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Eigentlich ist die Sci-Fi-Actionperle „Predator: Badlands“ von Regisseur Dan Trachtenberg, im limitierten Steelbook und 4K über Amazon erhältlich, als relativ jugendfreies Abenteuer konzipiert. Das verdeutlicht bereits die Altersfreigabe ab 16 Jahren.
Die Jagdszenen auf dem Planeten Genna, wo sich der junge Yautja Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) gemeinsam mit der Androidin Thia (Elle Fanning) auf der Suche nach dem selbst unter Predators gefürchteten Kalisk befindet, mögen schweißtreibend und spannend sein, Blut fließt aber keines – zumindest kein menschliches.
Während sich langjährige Fans, die noch die blutigen Anfänge mit Arnold Schwarzenegger und Danny Glover in den Hauptrollen kennen, lachend auf die Schenkel klopfen, können einzelne Bilder aus dem Film durchaus als verstörend betrachtet werden – zumindest nach Ansicht der britischen Advertising Standards Authority (via Independent).
Die unabhängige britische Regulierungsbehörde für Werbung über alle Medien hinweg beanstandete demnach eine digitale Werbeanzeige zu „Predator: Badlands“ und ordnete deren Entfernung an. Darauf zu sehen war ein Ausschnitt aus dem Film, als Dek die halbierte Thia vom Boden aufhebt. Die Tagline dazu lautete „Willkommen in einer Welt des Schmerzes“.
Dass Thia kein Mensch darstellen soll, sondern eine menschenähnliche Androidin, werde durch das Poster nicht offensichtlich, so die Begründung. Ersichtlich wird das aber im Trailer:
ASA: Ohne Kontext wirke die „Predator: Badlands“-Anzeige „verstörend auf kleine Kinder“
Disney verteidigte sich zwar mit dem Hinweis auf die Handlung des Films und mit der Begründung, dass es sich bei Elle Fannings Charakter um einen Roboter handelt – die gesamte Anzeige sei mit Blick auf jugendfreien Fokus erstellt worden, so das Unternehmen –, doch da diese in der Öffentlichkeit auch von kleinen Kindern gesehen werden könne, sei ein Handlungsbedarf angezeigt, so die ASA:
„Während wir die Stellungnahme von 20th Century Studios zur Kenntnis genommen haben, dass es sich bei der kleineren Figur nicht um einen Menschen, sondern um einen ‚Synth‘-Roboter handelt, bleiben wir der Meinung, dass dies nicht aus der Anzeige klar hervorgeht und die Figur als Mensch interpretiert werden kann. Ferner waren wir der Ansicht, dass die realistische Darstellung des abgetrennten Oberkörpers und der freiliegenden Wirbelsäule der kleinen Figur blutig und verstörend auf kleine Kinder wirken kann.“
Dem unterhaltsamen Sci-Fi-Abenteuer (95 % vom Publikum auf Rotten Tomatoes) hat das jedenfalls nicht geschadet, aktuell steht „Predator: Badlands“ in 70 Ländern auf Platz 1 der Disney+-Charts (via Flixpatrol). Auch hierzulande lässt es sich niemand entgehen. Ungewiss ist dagegen aktuell die Zukunft der wiedererstarkten Sci-Fi-Reihe.
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