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Mülltrennung klingt oft einfacher, als sie ist. Viele Regeln wirken logisch. Genau das führt oft in die Irre. Denn nicht jedes Glas gehört zu Glas. Und nicht jeder Kunststoff in die Gelbe Tonne. Das Problem heißt Fehlwurf, also Abfall am falschen Ort. Solche Fehler stören die Wiederverwertung. Im schlimmsten Fall geht eine ganze Ladung verloren. Dann sinkt die Recyclingquote. Dabei können schon einige einfache Dinge dazu beitragen, dass die Umwelt geschont wird. Und ganz nebenbei: Es gibt auch Fehlwürfe, die unter Umständen richtig gefährlich werden können.
Warum scheinbar richtige Entscheidungen oft falsch sind
Ein typisches Beispiel für falsche Mülltrennung sind kaputte Trinkgläser. Viele werfen sie in den Altglascontainer. Das scheint logisch: Glas zu Glas. Doch das ist falsch. Trinkgläser bestehen aus anderem Glas als Flaschen. Es schmilzt anders. Das erschwert das Recycling. Deshalb gehören auch Vasen und Auflaufformen in den Restmüll. Fensterglas und Spiegel bringst du besser zum Wertstoffhof.
Auch bei Plastik halten sich viele Irrtümer. Die Gelbe Tonne ist nicht automatisch für alles aus Kunststoff da. Eigentlich sammelt sie Verpackungen, also etwa Folien, Joghurtbecher oder Getränkekartons. Zahnbürsten, Spielzeug oder Wäscheklammern zählen nicht dazu. Nur manche Kommunen erlauben mehr. Dort gibt es Wertstofftonnen für solche Abfälle. Auch hier gilt: Plastik ist nicht gleich Plastik. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten von Plastik, und nicht jedes ist verwertbar.
Ähnlich verwirrend bleibt das Thema Lampen. Alte Glühbirnen und Halogenlampen darfst du in den Restmüll werfen. Bei LEDs und Energiesparlampen gilt das nicht. Sie zählen als Elektrokleingeräte. Deshalb müssen sie zu Sammelstellen oder zum Wertstoffhof.
Gerade Einwegprodukte sorgen oft für Fehlwürfe
Auch Coffee-to-go-Becher landen oft falsch. Viele halten sie für Altpapier. Der Grund ist die Kunststoffschicht im Inneren. Deshalb gelten diese Becher als Verbundverpackung. Sie gehören in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack.
Besonders heikel sind Batterien und Akkus. Im Restmüll haben sie nichts verloren. Das ist nicht nur ein Sortierfehler. Es ist auch ein Risiko. Werden Akkus beschädigt, können Brände entstehen. Das kann im Müllwagen passieren, schlimmstenfalls aber auch schon zu Hause in deinem Müllraum. Gleichzeitig stecken in ihnen wertvolle Rohstoffe. Supermärkte und Elektronikmärkte bieten dafür Sammelboxen an. Das gilt übrigens auch für versteckte Batterien, wie beispielsweise in Einweg-Vapes oder blinkenden Kinderschuhen.
Bildquellen
- Neues Müll-Gesetz ist da: Bei diesem Fehler drohen jetzt hohe Strafen: Hans / Pixabay
- Diese Fehler beim Müllentsorgen macht fast jeder: Pixabay / luede_m
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