Faszinierende Unterwasser-Action, die Maßstäbe setzte

Bei Tele 5 gibt es zum Wochenabschluss Blockbuster-Kino aus den 80er-Jahren. Bei diesem Film setzte James Cameron wie so oft neue Maßstäbe.

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Die Vorstellung, dass in den Weltmeeren schauerliche Dinge vorgehen, zieht sich durch die Menschheitsgeschichte. In der Mythologie der Germanen ringelte sich die übellaunige Midgardschlange auf dem Boden des Ur-Ozeans einmal um die Welt. Heute rätseln wir geschockt-ergriffen, welche Mächte hinter spektakulär ruinierten Unterwasser-Pipelines stecken. Weil sich unsere Vorstellungen und Ängste vor allem in Kunst und Fiktion manifestieren, wurden sie logischerweise seit jeher auch vom Kino aufgegriffen.

Neben dem wohl bekanntesten Beispiel für verfilmten Ozean-Schrecken, Spielbergs „Der weiße Hai“ von 1975, gibt es am Sonntag, den 15. Februar um 20:15 Uhr auf Tele 5 mit James Camerons „Abyss – Abgrund des Todes“ ein weiteres Kapitel der (Unterwasser-)Filmgeschichte zu sehen. Alternativ streamt ihr den Film auf Disney+.

Mit seinem Erfolg an den Kinokassen verhalf „Abyss“ dem damals darbenden Science-Fiction-Genre wieder zum Aufbruch. Steile These: Hätte es diese Sci-Fi-Filme aus unserem Video auch ohne Cameron geben können?

Darum geht es in „Abyss – Abgrund des Todes“

1989 kommt es noch einmal zu einer hitzigen Situation in den Tiefen des Karibischen Meeres. Der Kontakt mit einem unidentifizierten Objekt entwickelt sich für die USS Montana, ein Atom-U-Boot mit der Kapazität, jegliches Leben auf der Erde gleich mehrmals zu vernichten, zur Katastrophe. Das US-Militär sind organisiert eilig eine Bergungsmission, um den unbeliebten Sowjets zuvorzukommen.

Im Mittelpunkt dieser Mission steht die Crew um Virgil Brigman, genannt „Bud“ (Ed Harris), die mit ihrer Unterwasser-Ölbohrplattform kurzerhand im Interesse der nationalen Sicherheit dazu verdonnert werden, einem Team von Navy SEALS bei der Sicherung von Sprengköpfen und Militärgeheimnissen zu helfen. Am Grund des Meeres erwarten sie nicht nur Dunkelheit und Kompressionsbeschwerden, sondern auch Hinweise auf eine völlig unbekannte Lebensform.

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„Abyss“: Zeitlose Blockbuster-Unterhaltung

In „Abyss – Abgrund des Todes“ hat Camerons Perfektionismus für damalige Verhältnisse sehr viel Geld gekostet. Das ursprünglich veranschlagte Budget von 32 Millionen US-Dollar sprengte der Regisseur fulminant. Allein der Bau des Sets mit zwei gigantischen Wassertanks in den Bauruinen eines nicht fertiggestellten Atomkraftwerks muss einen großen Teil des Budgets verschlungen haben. Cameron wollte neue Maßstäbe für den Unterwasserfilm setzen – und das ist ihm imposant gelungen. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass „Abyss“ 1990 den Oscar für die besten visuellen Effekte gewann.

Mary Elizabeth Mastrantonio & Ed Harris Characters: Lindsey Brigman & Virgil Bud Brigman Film: The Abyss 1989 Director: James Cameron
Die visuellen Effekte brachten Cameron einen Oscar ein. (© IMAGO / Allstar)

Aufziehende Hurrikans, endliche Sauerstoffversorgung, absichtliches Ertrinken, minutenlange Wiederbelebungsversuche und natürlich scharf geschaltete atomare Sprengköpfe. Der Thrill taucht förmlich nie ab, die Klaustrophobie der Gesamtsituation gibt dem Erlebnis noch extra Gewicht. „Abyss – Abgrund des Todes“ ist allerbeste Spannungsunterhaltung.

Legte die Kino-Fassung von 1989 noch etwas weniger Wert auf die Figurenzeichnungen, nimmt sich die später veröffentlichte Special Edition mit 30 Minuten mehr Material hier deutlich länger Zeit bei gleichbleibender erzählerischer Dichte. Am Sonntag kommt ihr auf Tele 5 in den Genuss der langen Version.

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