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„Frankfurt lockert am Montag“
Darauf hat Frankfurt gewartet: Zum Montag verabschiedet sich die Stadt von der Bundes-Notbremse und kann lockern. Die Inzidenz als zentrale Kennziffer bewegt sich nun eine ausreichende Zahl von Tagen unter der Marke von 100 binnen Wochenfrist eingelaufenen neuen Fällen unter 100.000 Einwohnern. In der Folge rutscht die Mainmetropole in die Stufe eins des Landes. Nun ist etwa im sonstigen Einzelhandel „Click and Meet“ ohne Testpflicht möglich, die Außengastronomie darf öffnen, wobei ein aktueller negativer Coronatest notwendig ist und die Maske ebenfalls. Gleiches gilt von Montag an für den Kreis Offenbach. Der Hochtaunus rutscht nach weiteren Angaben des Landes in die Stufe zwei. Dort dürfen die Wirte wie schon in der Wetterau auch Gäste drinnen bedienen. Im Handel gelten fortan allgemein Regeln wie im Supermarkt.
Zu Pfingsten kommen auch sonst recht erfreuliche Nachrichten zum Corona-Infektionsgeschehen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet weniger neue Fälle als vor einer Woche und einen Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 weniger. Die Landesinzidenz sinkt leicht, bewegt sich aber weiter über dem Niveau im Bund. Nur Thüringen, Sachsen, das Saarland und Baden-Württemberg stehen schlechter da. Die niedrigste Kennziffer weist Schleswig-Holstein auf. Auch ist die Inzidenz noch zehn Punkte höher als am Tag des Beschlusses des Lockdowns im März dieses Jahres.
Laut RKI haben die Gesundheitsämter über Nacht 634 Neuinfektionen gemeldet nach 685 vor einer Woche. Seit Beginn der Pandemie haben sich offiziell 283.695 Menschen in Hessen mit dem Coronavirus angesteckt, das sind 4,3 Prozent der Landesbevölkerung. 7210 sind an oder mit Covid-19 gestorben, neun mehr als am Samstag bekannt waren.
Die niedrigsten Werte verzeichnen der Wetteraukreis (34,1) sowie der Kreis Darmstadt-Dieburg (46,0), der damit wieder unter der Marke 50 liegt. Knapp unter 50 bewegen sich auch der Hochtaunus und der Main-Taunus, nur gut fünf Punkte darüber rangiert der Kreis Gießen, der zum Samstag in die Stufe eins rutschte. Der Kreis Waldeck-Frankenberg hat mit gut 141 die höchste Kennziffer, auch der Schwalm-Eder-Kreis wie Kassel, Wiesbaden und neuerdings wieder Offenbach kommen auf dreistellige Werte laut Corona-Bulletin des Sozialministeriums.
Für den Frankfurter Palmengarten bedeutet die neue Lage klare Erleichterungen beim Einlass der Besucher, wie die Stadt mitteilte. So sei es nur noch empfohlen, einen negativen Test vorzuweisen. „Nach wie vor vergibt der Palmengarten Besuchstermine in zwei Zeitfenstern – jeweils von 9 bis 14 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr“, heißt es weiter. Die Termine würden an der Kasse am Eingang Palmengartenstraße vergeben; der Eingang an der Siesmayerstraße bleibt weiterhin geschlossen. Bestehen bleibt, dass Gäste weiterhin das Formular zur Kontaktnachverfolgung ausfüllen. Dieses kann auch vorab auf https://www.palmengarten.de/de/ heruntergeladen werden. Auch die Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände bleibt vorerst bestehen. Die entsprechende städtische Verfügung gilt weiterhin. Die Schauhäuser werden demnach zu Anfang Juni geöffnet – „sofern die dann geltenden Voraussetzungen gemäß hessischer Verordnung erfüllt sind“.
Der Frankfurter Goetheturm bleibt über Pfingsten und darüber hinaus geschlossen. Trotz der nun möglichen Lockerungen in der Mainmetropole wird die Stadt das beliebte Ausflugsziel nicht für Besucher öffnen. Die Corona-Auflagen seien nicht umsetzbar, sagte eine Sprecherin des Umweltdezernats der Stadt der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt müsste ein Anmeldesystem etablieren, um die Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten und zu verhindern, dass sich vor dem Turm Schlangen bilden.
40 Prozent der Hessen mit erster Impfung
Derweil zeigt die Impfoffensive des Landes mittlerweile Erfolg, zumindest bei der Erstimpfquote: 40 Prozent der Menschen in Hessen haben eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt im Bund. Spitzenreiter ist das Saarland mit 43,9; Rheinland-Pfalz kommt auf 38,2. Bei den vollständig Geimpften hinkt Hessen dem Mittelwert im Bund aber hinterher. Hessen kommt auf 12 Prozent, das sind 1,6 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt.
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