Fußball-WM 2026: DFB-Elf kann nicht zu null spielen

Fußball-WM 2026: DFB-Elf kann nicht zu null spielen

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Das Spiel, für das Manuel Neuer zur Nationalmannschaft zurückgeholt wurde, findet am nächsten Samstag in Philadelphia statt. Dort würde im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft der Gruppensieger Deutschland gegen den Gruppensieger Frankreich antreten. Wenn man glaubt, was Augenzeugen in dieser Saison schon berichtet haben, würde der französische Stürmer Kylian Mbappé zuvor nicht ins Grübeln, aber angeblich immer noch ins Nachdenken kommen, sofern er den Ball auf ein Tor schießt, in dem nicht Oliver Baumann, sondern Manuel Neuer steht.

Spätestens seit diesem Donnerstag ist aber auch ein anderes Szenario
völlig vorstellbar: dass das Spiel, für das Neuer zur Nationalmannschaft zurückgeholt wurde, ohne Neuer und die Nationalmannschaft stattfindet. Und dass es damit wohl dabei geblieben wäre, dass die Neuer-Nationalmannschaft seit dem Finale 2014 in jedem WM-Spiel mindestens ein Gegentor hinnehmen musste. Sogar gegen Curaçao.

Am Donnerstag waren es wieder zwei. Gegen Ecuador, gegen Nilson Angulo und Gonzalo Plata. So heißen die Spieler, die ganz offensichtlich weder gegrübelt noch nachgedacht haben, als sie den Ball in Neuers Tor schossen. Wurde der Siegtreffer, als Neuer den Ball nach einem Eckstoß mit den Händen fangen wollte, aber dann nicht konnte, weil Plata mit dem Fuß schneller war, durch einen Torwartfehler ermöglicht? „Nee“, sagte Neuer. In diesem Fall war es wirklich nicht der eindeutige Fehler, den einige darin sahen. Doch nur weil Neuer keinen eindeutigen Fehler gemacht hat, heißt das noch nicht, dass mit seiner Rückkehr alles richtig gemacht worden ist.

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Später hat Tah erzählt, dass er von Stürmern wisse, dass selbst einer wie Mbappé denke, dass er sich „besonders konzentrieren“ müsse, wenn er gegen Neuer spiele. Aber zu null spielt man nicht dank Aura, zu null spielt man dank Abstimmung, dank Organisation. Zwischen Torhüter, Verteidigern und auch Mittelfeldspielern, vor allem den zentralen. War es ein Fehler, Neuer zur Nationalmannschaft zurückzuholen? Es wäre jedenfalls ein Fehler zu glauben, dass dieser Torwart, diese Abwehr und auch dieses Mittelfeld sich gerade gegenseitig die Stabilität geben können, die es braucht.

Rüdigers Rettungstat

So sichtbar wie vielleicht noch nie in diesem Turnier wurde das am Donnerstag in der 73. Minute, als Neuer und Tah, die beim FC Bayern seit einem Jahr zusammenspielen, auf den Ball zuliefen, der in den Strafraum sprang. Eine typische Torhüter-Verteidiger-Situation, die mit präziser  Kommunikation kein Problem darstellen sollte. Doch als Neuer den Ball in die Hände nehmen wollte, spitzelte ihm Tah diesen noch mit dem Fuß weg. Das führte nur deswegen nicht zu einem Gegentor, weil Antonio Rüdiger  danach mit einem guten Zweikampf rettete, was zu retten war.

Manchmal muss man das Offensichtliche festhalten. Was aussieht wie eine Ente, watschelt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, das ist wohl eine Ente. Und das Offensichtliche im Fall Neuer und der Nationalmannschaft ist, dass sie nicht zu null spielen und dass der Torhüter auf dem Platz bisher kein Plus für sein Team gewesen ist. Vielleicht kommt sein Moment noch. Aber bisher hat auch er nicht wirklich etwas dafür getan, dass es am nächsten Samstag in Philadelphia ein Manuel-Neuer-Spiel geben kann.

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