Fußball-WM 2026: Ronaldos Portugiesen enttäuschen gegen Kongo

Fußball-WM 2026: Ronaldos Portugiesen enttäuschen gegen Kongo

Als die Blamage perfekt war, wollte Cristiano Ronaldo nur noch weg. Mit gesenktem Kopf eilte der Superstar in Richtung Kabine, der Auftakt in seine sechste WM war aus Sicht des Portugiesen ganz und gar nicht nach Plan verlaufen: Beim mickrigen 1:1 (1:1) gegen den krassen Außenseiter Demokratische Republik Kongo enttäuschte Portugal auf ganzer Linie – die Kritik am schwachen Ronaldo dürfte noch anwachsen.

Joao Neves (6.) brachte die Portugiesen, die ihres verstorbenen Mitspielers Diogo Jota mit speziellen Armbändern gedachten, in Führung. Yoane Wissa (45.+5) erzielte den verdienten Ausgleich der Kongolesen, die bei ihrer zweiten WM-Teilnahme ihren ersten Punkt und Treffer bejubeln konnten. In der Gruppe K bekommen es beide Teams noch mit Kolumbien und Usbekistan zu tun.

„Am Ende war das Ergebnis, das wir erwartet hätten, natürlich der Sieg“, zeigte sich Neves enttäuscht. „Es nimmt einen natürlich mit. Wir haben gut gespielt, aber die drei Punkte am Ende nicht geholt. Wir stehen aber immer noch geschlossen da.“

Die „Léopards“ kamen aus der Quarantäne

Drei Tage nach dem furiosen deutschen Auftakt gegen Curacao (7:1) drehte sich in der texanischen Astronautenstadt alles um „CR7“. Mit 41 Jahren und 132 Tagen stand der Kapitän zum Start seiner sechsten WM (Rekord) trotz anhaltender Diskussionen um seine Rolle in der Anfangsformation – und stieg damit zum viertältesten Spieler der WM-Geschichte auf.

Ebenso wie das DFB-Team am Sonntag gingen die Portugiesen gleich nach sechs Minuten in Führung. Neves von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain verwertete eine Flanke per Kopf und streckte anschließend beide Zeigefinger symbolisch gen Himmel. Auf der Tribüne jubelten Jotas Eltern mit.

Auch sonst war das Houston Stadium nahezu komplett in Rot gefärbt, nur ein paar wenige Fans der DR Kongo konnten trotz Einreiseverbot wegen des Ebola-Ausbruchs bei der erst zweiten WM-Teilnahme nach 1974 (damals noch als Zaire) mitfiebern. Die „Léopards“, die sich im Vorfeld statt in einem Trainingslager in einer 21-tägigen Isolation in Belgien vorbereiten mussten, hatten durch Wissa (11.), Newcastle-Kollege von Nick Woltemade und Malik Thiaw, die erste gute Gelegenheit.

Der aktuelle Nations-League-Sieger blieb nach der Führung in der Offensive viel zu harmlos und Ronaldo trat überhaupt nicht in Erscheinung. Und so kamen die Zentralafrikaner kurz vor dem Pausenpfiff zum Ausgleich, ebenfalls per Kopf. Wissa und seine Teamkollegen tanzten anschließend ausgelassen vor der Trainerbank.

Portugals Nationalcoach Roberto Martínez, der nach der WM aufhören wird, reagierte schon zur Pause. Für den schwachen Bernardo Silva, dessen Wechsel zu Real Madrid wenige Stunden zuvor bekannt geworden war, brachte er Francisco Conceicao. Portugal traf wenig später, Joao Cancelo stand vor seinem schönen Fallrückzieher-Treffer aber deutlich im Abseits (55.).

Auf der Gegenseite scheiterte Cedric Bakambu am Pfosten (57.). Und Ronaldo? Er hatte in der 68. Minute seinen ersten Torschuss, fünf Minuten später scheiterte er abermals knapp.

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