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Dank günstiger Preise sind Überwachungskameras in/an privaten Eigenheimen inzwischen weitverbreitet. Der Hersteller Baseus spielt in diesem Markt mit der „X1 Pro“ mit und verspricht ein Alleinstellungsmerkmal.
Es handelt sich, so steht es groß auf der Verpackung, um die weltweit erste Kamera mit smartem Dual-Tracking. Selbstverständlich, wie es sich in diesen Zeiten gehört, auf Basis von KI. Schauen wir uns an, was die Kamera in der Praxis leistet.
Verpackungsinhalt

In der Verpackung befinden sich folgende Komponenten:
- X1 Pro Überwachungskamera
- Solarpanel
- Wandhalterung
- Schrauben und Befestigungsmaterial
- Kurzanleitung
Meinem Testmuster war eine 32 GB große MicroSD-Karte beigelegt. Die Kamera unterstützt Karten bis zu einer Kapazität von 512 GB.
Leistungsbeschreibung
Die beiden Kameramodule decken zusammen einen Sichtbereich von bis zu 300 Grad ab. Bei einer Platzierung an einer Hausecke kann die Kamera also bis zu einem gewissen Grad „um die Ecke“ schauen. Das statische Sichtfeld beträgt 210 Grad. Beide Linsen verfügen über eine Auflösung von 3k mit 8‑fachem digitalem Zoom. Der integrierte Bewegungssensor hat auch bei Nacht eine Reichweite von 8 Metern.
Die Baseus X1 Pro unterstützt zeitgesteuerte automatische Aufnahmen und Bewegungserkennung. Gesichter, Personen, Tiere, Fahrzeuge und andere Objekte werden per KI identifiziert und in einer durchsuchbaren Datenbank indiziert. Diese Funktion ist optional und war bei mir standardmäßig nicht aktiv.
Die Speicherung der Daten erfolgt dabei grundsätzlich lokal. Über die zugehörige App kann man die Aufnahmen auf sein Smartphone herunterladen. Es gibt zudem noch die Möglichkeit, ein kostenloses Cloud-Backup zu aktivieren, welches die Aufnahmen der letzten 30 Tage speichert. Was leider fehlt, ist die Möglichkeit der Speicherung bei einem selbst gewählten Cloud-Anbieter oder dem heimischen NAS.
Alle Informationen zur X1 Pro findet Ihr auf der Hersteller-Homepage.
Energieversorgung
Standardmäßig ist der Betrieb der Baseus Security X1 Pro per Sonnenenergie vorgesehen. Das Solarpanel lässt sich in mehrere Richtungen verstellen, um es optimal gegen die Sonne auszurichten. Zudem verfügt es über eine integrierte Automatik, die den Winkel des Panels automatisch ausrichtet und somit der Sonne im Lauf des Tages folgen kann.
Laut Hersteller genügen 20 Minuten Sonnenlicht pro Tag, um einen 24/7-Betrieb zu gewährleisten. Falls man die Kamera an einem Ort installieren möchte, wo keine Sonne hinkommt, kann man die Energieversorgung alternativ über ein gewöhnliches USB-C-Netzteil sicherstellen. Der integrierte Akku soll eine Laufzeit von bis zu 150 Tagen ermöglichen, was sicherlich von der Aktivität der Kamera abhängt.
Inbetriebnahme
Mit der beiliegenden Kurzanleitung ist der Zusammenbau der Einzelteile schnell erledigt. Vor der Installation sollte man die Kamera für mindestens 5,5 Stunden per Netzteil aufladen. Der mitgelieferte Sockel nebst Schrauben und Dübel ermöglicht die problemlose Montage an der Hauswand.
Bevor man den Bohrer ansetzt, sollte man allerdings noch sicherstellen, dass das WLAN-Signal am gewünschten Ort stark genug ist. Die X1 Pro funkt „nur“ im 2,4 Ghz-WLAN, das hat aber einen Grund. Die Geschwindigkeit ist gegenüber 5 Ghz zwar geringer, dafür ist aber die Reichweite höher.
Für die Inbetriebnahme und die Steuerung der Kamera im laufenden Betrieb benötigt man zudem noch die „Baseus Security“ App für Android oder iOS.
Funktionen in der Praxis
Die bereits erwähnte Baseus Security App ist die Schaltzentrale für den laufenden Betrieb der X1 Pro. Sie bietet umfangreiche Einstellungen, so lassen sich etwa verschiedene Betriebsmodi festlegen. Je nachdem, ob man zu Hause oder unterwegs ist, kann man die Aufzeichnung oder das Auslösen von Benachrichtigungen an- und abschalten. Ebenso können die Kamerafunktionen auch nach einem Zeitplan arbeiten.
Die Bewegungserkennung lässt sich für beide Kameramodule unabhängig ein- und ausschalten. Um die Privatsphäre der Nachbarn zu wahren, kann man das Sichtfeld der Kameras auch entsprechend einschränken oder festgelegte Zonen definieren.
Im Patrouillenmodus fährt die Kamera regelmäßig den gesamten eingestellten Sichtbereich ab und speichert die Aufnahme. Ebenso kann man die Kamera über die App fernsteuern und manuell schwenken.
Wenn die Bewegungserkennung anschlägt, erhält man über die App eine entsprechende Benachrichtigung. Zusätzlich kann die Kamera einen Alarmton ausgeben oder bei Nacht die integrierten LEDs aktivieren, um die Aufnahmequalität zu verbessern.
Die Bildqualität ist bei Tag erwartungsgemäß ausgezeichnet. Ich habe die Kamera in meinem ostfriesischen Urlaubsquartier getestet, wo es in der Nacht wirklich stockfinster wird. Dennoch hat die Kamera immer noch ein brauchbares Bild geliefert. Die LED-Unterstützung war bewusst deaktiviert.

Fazit
Die Baseus X1 Pro ist dank der beiden unabhängig voneinander arbeitenden Linsen eine interessante Überwachungskamera für größere Flächen. Die Bildqualität ist prima und es gibt vielfältige Einstellungsmöglichkeiten. Das kostenlose Cloud-Backup ist eine gute Sache. Im Interesse der Privatsphäre vermisse ich allerdings die Möglichkeit, die Aufzeichnungen an einem selbst gewählten Speicherort abzulegen.
Zum aktuellen Preis von 129,99 Euro ist die X1 Pro ein echter Preis-/Leistungs-Tipp.
Disclaimer: Affiliate Link. Das Testmuster wurde uns vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.
Der Beitrag Gadgetcheck: Baseus Security X1 Pro Überwachungskamera ausprobiert erschien zuerst auf Dr. Windows.
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