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Am heutigen 1. Juli kommen die Kopfhörer OpenRock S2 auf den Markt. Ich konnte mir das neue Modell vorab anschauen und möchte euch berichten, wie meine ersten Erfahrungen in den zweieinhalb Wochen vor dem Marktstart mit der neuen Generation waren.
Vor knapp zwei Jahren habe ich die OpenRock Pro getestet. Seitdem waren sie mit ihrem offenen Design meine erste Wahl für den Outdoorsport. In dieser Zeit bin ich etwa zwei bis vier Mal die Woche gelaufen. Dabei habe ich Distanzen zwischen 5 und 12 km zurückgelegt und die Kopfhörer haben mich dabei immer zuverlässig mit Musik, Podcasts und Hörspielen beschallt.
OpenRock S2
Vermarktet werden die OpenRock S2 als Open-Ear TWS-Kopfhörer, ebenso wie die OpenRock Pro aus 2023. Open-Ear heißt an dieser Stelle, dass man nichts ins Ohr steckt oder es umschließt, sondern vielmehr hängt man sich quasi einen Lautsprecher über das Ohr. So kann man zwar wunderbar den abgespielten Ton wahrnehmen, ohne das Gefühl für die Umgebung zu verlieren. Das geht natürlich auch mit einem Transparenzmodus der anderen Kopfhörerarten, bei dieser Bauweise geht das aber noch einmal deutlich besser als mit jedem von mir bislang genutzten Kopfhörer.
Im Gegensatz zur vorigen Generation sind die S2 deutlich kompakter geworden. Der Akku befindet sich in einem kleinen Röhrchen, welches als Gewicht hinter dem Ohr für den nötigen Halt sorgt. Zum eigentlichen Lautsprecher führt lediglich ein dünner, flexibler Silikonschlauch, der sich problemlos um das Ohr schmiegt. Mit nur 7 Gramm pro Kopfhörer sollen sie dabei nahezu nicht bemerkbar sein. Auch die weiteren technischen Spezifikationen lassen sich sehen:
- Frequenzbereich: 20 Hz – 20 kHz
- Bluetooth Version: 6.0
- Bluetooth Reichweite: > 10 m
- Audio Codec: LDAC, AAC, SBC
- Ladecase Akku: 450 mAh / 1,7 Wh
- Akkulaufzeit Kopfhörer: 8 h
- Akkuladungen: 3 volle Ladungen der Kopfhörer, somit 32 h Gesamtlaufzeit
- Ladezeit: 1,5 h, 5 min für 1 h Spielzeit
- Gewicht: Kopfhörer 7 g / 58 g inkl. Ladecase
- Wasserdichtigkeit nach IPX5
Durch die IPX5 Zertifizierung sind die Kopfhörer gegen Strahlwasser geschützt und sollten somit für alle Outdoorsportarten nutzbar sein, solange es nicht gerade in Strömen regnet. Zum Schwimmen sind sie damit aber wohl nicht geeignet. Doch schauen wir einmal, was sich in dem Päckchen befindet und wie mein erster Eindruck der Kopfhörer war:
Unboxing und Inbetriebnahme der OpenRock S2

In dem kleinen Päckchen befindet sich lediglich das Ladecase mit eingesetzten Kopfhörern sowie eine mehrsprachige Anleitung. Ein USB-C-Kabel oder ein Ladegerät befinden sich nicht im Lieferumfang. Das ist nicht weiter schlimm, da jeder von uns wahrscheinlich eine ganze Reihe an USB-C-Kabeln aller Art angesammelt hat. Für Neueinsteiger in diese Technik aber sicherlich ärgerlich. Bei den geringen Strömen, die sich das Ladecase genehmigt – ich konnte maximal 2 W messen – sollte aber auch ausnahmslos jedes Kabel zum Aufladen funktionieren.
Das Case hat eine angeraute Oberfläche, sodass es nicht aus der Hand rutscht. Man hat sich hier für sehr leichte Materialien entschieden, sodass das Case mit eingesetzten Kopfhörern gerade einmal auf 58 g Gesamtgewicht kommt. Trotz des sehr geringen Gewichts und der Entscheidung für die Oberflächenstruktur wirkt das Case wertig und auch das Scharnier sitzt stramm und wackelt nicht. Dabei ist es noch kompakt und passt in jede noch so kleine Hosentasche.
Die Inbetriebnahme ist schnell erledigt. Nimmt man die Kopfhörer aus dem Case, befinden sie sich direkt im Pairing-Modus. Sowohl mein iPhone als auch meine Apple Watch haben sie auf Anhieb erkannt. Im Gegensatz zu den OpenRock Pro unterstützen die S2 nun eine Multipoint-Verbindung. Sie können also mit mehreren Geräten gleichzeitig verbunden werden. Sobald eines der Geräte dann einen Ton abspielt, übernimmt es den Audiokanal.
Gleichzeitiges Abspielen über zwei Geräte ist nicht möglich, würde aber wahrscheinlich auch kein Hörgenuss sein. Zur Herstellung einer zweiten Verbindung legt man die Kopfhörer einfach in das Case gelegt und drückt den Knopf für zwei Sekunden. Sobald die LED an der Vorderseite blinkt, wechseln die Kopfhörer in den Pairing-Modus und nehmen eine zweite Verbindung entgegen. In meinem Fall funktionierte dies hervorragend und ich kann die Kopfhörer jetzt sowohl mit dem Handy als auch mit der Uhr wunderbar benutzen.

Die OpenRock S2 im Einsatz
Der Tragekomfort der Kopfhörer ist für mich unschlagbar. Das Gewicht ist super austariert. Laut OpenRock wiegen sowohl der Lautsprecher, als auch die Akkukapsel hinter dem Ohr jeweils etwa 3 g. Das Aufziehen ist kinderleicht und das Silikonband, welches die beiden Einzelteile verbindet, ist so weich, leicht und flexibel, dass es in keiner Weise stört.
Beim Laufen sitzen die Kopfhörer immer sicher auf dem Ohr und der Lautsprecher ist so angewinkelt, dass der Ton direkt in den Gehörgang geleitet wird. Aufgrund der Bauweise ist die Wiedergabe natürlich von außen wahrnehmbar. Meine Frau beschreibt dies als Flüsterlautstärke.

In den App Stores für iOS und Android gibt es nun auch eine App von OpenRock. Hierüber kann ein Equalizer nach Belieben eingestellt und die Gesten für den einen Knopf an der Akkukapsel konfiguriert werden. Dabei gibt es die Belegungen lange drücken, 1x, 2x und 3x drücken, die hier für jeden Kopfhörer separat konfiguriert werden können. Auch kann eine maximale Lautstärke konfiguriert werden. Hier werden entsprechende Hinweise gegeben, wie lange die jeweilige maximale Lautstärke für die Ohren ohne gesundheitliche Bedenken empfehlenswert. Last but not least kann auch die Firmware der Kopfhörer über die App aktualisiert werden.
Telefonieren ist mit den OpenRock S2 selbstverständlich auch möglich. Durch die Verwendung von vier Mikrofonen ist sogar eine gewisse Geräuschunterdrückung möglich. Wie bei den meisten TWS-Kopfhörern ist die Qualität der Mikrofone allerdings nicht herausragend und das Ergebnis wirkt eher dumpf.
Kritik
Ich habe nur einen einzigen, echten Kritikpunkt an den OpenRock S2. Aufgrund der leichten Bauart und des flexiblen Silikonbands zwischen Akku und Lautsprecher kann es je nach Ohr und Präzision beim Aufsetzen dazu führen, dass der Lautsprecher nicht hundertprozentig fest sitzt. Ich hatte bislang zweimal den Fall, dass bei mir der linke Kopfhörer gelegentlich auf dem Ohr „herumgeschlackert“ ist und somit keine konstante Lautstärke in das Ohr übertragen hat. Beide Male konnte ich das durch erneutes Aufsetzen beheben. Beim rechten Kopfhörer hatte ich das Problem bislang nicht, weshalb ich das einfach mal auf die Anatomie meines linken Ohres schiebe. Für genau diesen Fall gibt es aber ja das Fernabsatzgesetz und die 14-tägige Rückgabefrist.
Mein Fazit
Mit den S2 bringt OpenRock einen tollen neuen Kopfhörer auf den Markt. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Sportkopfhörern, den OpenRock Pro, fühlen sich die S2 um ein Vielfaches leichter an. Habe ich die Pro bislang nicht als störend wahrgenommen, empfinde ich sie nach zwei Wochen mit den S2 doch eher als klobig und schwer. Die S2 hingegen sind leicht und kaum spürbar.
Die Tonqualität ist für den Einsatzzweck Sport mehr als ausreichend. Über die Equalizer-Funktionin der App kann der Ton dann auch noch auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden, sodass keine Wünsche offen bleiben. Natürlich kann man keine Hi-Fi-Qualitäten erwarten, dies ist aber bei der Bauart auch einfach nicht möglich. Die Akkulaufzeit bei den Kopfhörern ist für meinen Einsatzzweck mehr als ausreichend. In den zweieinhalb Wochen habe ich es mit vier Laufeinheiten und ohne Zwischenladungen nicht geschafft, den Akku vom Case zu leeren. Die erste Ladung führe ich gerade während des Schreibens durch, um oben die Leistungsaufnahme zu ermitteln.
Wer neue Sportkopfhörer sucht, sollte diese Kopfhörer auf jeden Fall in die Auswahl einbeziehen und dieser nicht alltäglichen Bauform definitiv eine Chance geben. Für meiner Meinung nach günstige 89,99 Euro gibt es die Kopfhörer ab heute bei Amazon. Im herstellereigenen Shop gibt es die Kopfhörer für denselben Preis, jedoch gibt es hier noch einen Rabattcode. Mit dem Code Drwindows20 gibt es darauf 20% Rabatt, sodass die Kopfhörer für gute 72 Euro zu haben sind.
Disclaimer: Enthält Affiliate Links. Die Testmuster wurden mir vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.
Über den Autor

Alex Lüttgen
Ich bin Alex Lüttgen, oder auch Utgardus.
Als Netz- und Systemadministrator fühle ich mich in so ziemlich allen Produkten von Microsoft im Client-, Server- und Office 365-Bereich zu Hause. Nach der Arbeit wird dann selbstverständlich auch mal die Xbox angeschmissen. Mobil bin ich nach dem Aus von Windows Mobile auf iOS gewechselt und fühle mich dort deutlich wohler, als bei Android.
Neben der IT ist Elektromobilität meine absolute Leidenschaft. Ich bin fest der Überzeugung, dass sich dort in naher Zukunft immer mehr tut, bis dann irgendwann die Verbrenner ganz abgelöst werden.
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