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Regelmäßig haben wir hier neues Ladeequipment von UGREEN im Test. Und natürlich hat UGREEN auch dieses Jahr zur IFA wieder einige Neuerungen in Petto gehabt. So wurde die MagFlow Pro-Reihe unter dem Motto „Stay Cool Charge Fast“ um drei neue Geräte erweitert: Eine Powerbank mit Flüssigkeitskühlung, eine 3-in-1 Ladestation und eine 2-in-1 faltbare Ladestation.
Alle drei Geräte sind mit dem neuesten Standard Qi2 ausgestattet und liefern 25 W über die induktive Ladeschnittstelle. Zwei davon hat UGREEN mir für einen Test zur Verfügung gestellt. Den faltbaren Lader hatte ich bislang nicht in den Händen, somit kann ich hier nur die technischen Daten, jedoch keine Erfahrungen liefern.
Die Geräte sind seit Anfang September erhältlich.
Hier zunächst die technischen Daten aller drei Geräte:
UGREEN MagFlow Pro Powerbank 10000 mAh 25 W
- CryoPulse Flüssigkeitskühlung
- Qi2 25 W
- USB-C Kabel fest verbaut
- USB-C Port
- USB-C 45 W Output / 30 W Input
- 800 Ladezyklen bis 90 % Kapazität
- Gesamtleistung max 45 W
- Infodisplay
- 230 g
- 108,4 x 70,5 x 16,2 mm
UGREEN MagFlow Pro 3-in-1 Magnetic Wireless Charging Stand 25W
- Qi2 25 W mit Aktivkühlung
- Zertifiziertes Apple Watch Schnelllademodul 5 W
- Kopfhörerlademodul 5 W
- Gesamtleistung max 32,5 W
- 542 g
- 116 x 116 x 155 mm
UGREEN MagFlow 2-in-1 Foldable Magnetic Wireless Charger 25 W
- Qi2 25 W
- Kopfhörerlademodul 5 W
- 100 g
- 60,2 x 72,6 x 26,6 mm
Insgesamt alles drei interessante Geräte, wenn man entsprechend ladbare Geräte hat und nutzt.
Unboxing und Inbetriebnahme
Die Kartons sind UGREEN-typisch einfach und wiedererkennbar gehalten. Graues Design, praktisch verpackt und nicht mit unnötig viel Verpackungsmaterial überladen. In den Verpackungen stecken transportsicher die jeweiligen Ladegeräte mit ein wenig Zubehör, was ich heute nicht als selbstverständlich erachte.

Die Powerbank kommt zusammen mit einem schönen Täschchen aus samtweichem Stoff, in dem sie gut aufgehoben ist, nebst Anleitung. Auf der Rückseite der Powerbank sind grüne Streifen mit Luftbläschen zu erkennen. Dies ist Teil der aktiven Flüssigkeitskühlung und veranschaulicht während des aktiven Ladevorgangs ganz hervorragend die Aktivität der Flüssigkeitskühlung.
Auf der Vorderseite findet sich wenig überraschend das Qi2‑Pad, über das mit bis zu 25 W ein entsprechendes Handy aufgeladen werden kann. Auf der Unterseite der Powerbank befindet sich ein kleiner Knopf, mit dessen Hilfe sich durch langes Drücken die Flüssigkeitskühlung ein- und ausschalten lässt.
Diese schaltet sich je nach Wärme aber auch von ganz alleine im Bedarfsfall ein. Durch kurzes Drücken kann die Powerbank entweder eingeschaltet oder durch verschiedene Infobildschirme auf dem Minidisplay an der Seite durchgeschaltet werden. Hier wird entweder die aktuelle Ein- oder Ausgangsleistung, der aktuelle Ladestand, die Aktivität der Kühlung oder die Restkapazität und die Anzahl der Ladezyklen der internen Zellen angezeigt.

Mit meinem iPhone 16 Pro habe ich maximal 22 W Ladeleistung per Qi2 beobachtet. Dabei wurde die Powerbank durch die aktive Flüssigkeitskühlung nicht punktuell heiß, sondern allenfalls etwas mehr als handwarm über das ganze Gerät hinweg. Es wird hier also nicht Wärme wegbefördert, sondern einfach auf das ganze Gerät verteilt, sodass Smartphone und Powerbank nicht zu heiß werden und der Akku entsprechend länger durchhalten sollte. UGREEN verspricht an dieser Stelle gemäß Datenblatt eine Restkapazität der Powerbank von 90% nach 800 Vollzyklen.
Ebenfalls an der Unterseite finden sich eine USB-C Buchse und ein kurzes, fest verbautes USB-C Kabel, welches durch einen gut positionierten Clip auch gut als Trageschlaufe verwendet werden kann. Über beide USB-C Anschlüsse können zusammen maximal 30 W Ladeleistung in die Powerbank hineingeladen oder 45 W aus der Powerbank entnommen werden.
Die 10.000 mAh in den zwei verbauten Zellen führen zu einem Energiegehalt von 39,2 W, die Powerbank darf also ohne Bedenken auch mit an Bord eines Flugzeugs genommen werden.
Ist die Kühlung an, laufen die Luftbläschen auf der Rückseite der Powerbank durch das kleine Sichtfenster. Das sieht ein wenig so aus, wie eine Autobahn von einer Brücke zu beobachten. Verbaut ist dafür im Inneren eine kleine Micro-Pumpe, die UGREEN CryoPulse nennt. Diese Pumpe befördert das Kühlmittel durch das ganze Gerät und verteilt die beim Laden entstehende Hitze somit effizient über die gesamte Fläche. Die Pumpe ist glücklicherweise so verbaut, dass an der Powerbank keinerlei Vibrationen feststellbar sind. Hält man sie sich direkt ans Ohr, hört man sie jedoch arbeiten.


Der Karton der MagFlow Pro 3-in-1 ist deutlich schwerer, aber ebenso durchdacht gepackt und mit mehr Zubehör gespickt, als heutzutage üblich.

Neben der perfekt verarbeiteten Ladestation befinden sich im Karton ein passendes 45 W USB-C-Netzteil, ein 1 m langes USB-C-Kabel und die bekannten Anleitungen.
Auf der linken Seite der Basis befindet sich ein Arm, an dem oben das Qi2-Ladepad befestigt ist. Dieses kann um 90 Grad geneigt werden, sodass das Smartphone entweder aufrecht hängt, oder obenauf liegen kann. Ebenfalls in dem Arm eingelassen befindet sich ein Display, welches die Ladeleistung der drei einzelnen Ladeflächen und den Status der Aktivkühlung anzeigt.
An der linken Seite finden sich zwei induktive Touchflächen / Knöpfe, die den Bildschirm und die Kühlung steuern. Über einen Doppeltipp auf den oberen Knopf lässt sich die Kühlung ein- und ausschalten. Durch das Anschließen eines kompatiblen Smartphones schaltet sich diese jedoch zunächst immer direkt an.
Mit dem unteren Knopf lässt sich der Bildschirm zwischen zwei verschiedenen Anzeigen umschalten. Entweder sieht man eine Übersicht der einzelnen Ladeanschlüsse oder eine detaillierte Info zur aktuellen Kühlung. Hierbei wird die Oberflächentemperatur des Ladepads angezeigt. Unten eingelassen im Fuß ist der zertifizierte Ladepuck für eine Apple Watch, der aufgrund der Zertifizierung auch die Schnellladefähigkeit aktueller Apple Watches unterstützt. Vorn am Fuß kann zusätzlich noch ein Paar Kopfhörer, induktives Ladecase vorausgesetzt, aufgeladen werden.

Wenn die Kühlung einsetzt dreht gleich der Lüfter hoch. Dieser kühlt die Oberfläche zwar schnell auf ca. 12 °C herunter, macht dabei aber auch nicht wenig Lärm. Mit meinem an die Ladestation angeschlossenen Smartphone wurde die Lautstärke mit aktivem Lüfter von 24 dBa im Schlafzimmer auf 42 dBa erhöht. Gemessen in dem Fall allerdings wirklich unmittelbar am Lüfter. Man kann sich neben dem Lüfter bzw. der Ladestation problemlos aufhalten, schlafen würde ich bei dem aktiven Lüfter aber nicht wollen.
Fazit
Mindestens mit der flüssigkeitsgekühlten Powerbank, aber definitiv auch mit der 3-in-1 Ladestation hat UGREEN mal wieder tolles, neues Ladeequipment vorgestellt und auf den Markt gebracht. Die Integration einer Flüssigkeitskühlung in eine Powerbank ist eine klasse Idee und meines Erachtens der richtige Schritt um Qi2 auch bei Powerbanks wirklich nutzbar zu machen. Durch die 10.000 mAh kann ich mit der kleinen Powerbank mein iPhone 16 Pro ca. 2x aufladen, bevor ich die Powerbank selbst wieder laden muss. Durch das fest angeschlagene Kabel habe ich zudem immer auch die Möglichkeit ein anderes mobiles Gerät, zum Beispiel meinen Laptop oder meine Switch 2 mit ein wenig Zusatzstrom zu versorgen und das sogar mit bis zu 45 W. Leider ist die Powerbank dank zusätzlicher Bauteile und Qi2 nicht ganz günstig ausgefallen. Die UVP liegt bei 119,99 Euro. Aktuell ist sie für 105,99 bei Amazon zu bekommen. Wer viel unterwegs lädt macht – kompatibles Smartphone vorausgesetzt – mit dieser Powerbank aber sicher nichts
Die Desktop-Ladestation finde ich sehr schick, finde jedoch schade, dass der Lüfter auch bei nur geringen Stromaufnahmen hochdreht. Hier würde meines Erachtens das sogenannte Smart Cooling seinem Namen viel eher alle Ehre machen, wenn es das Ladepad auf eine Zieltemperatur von sagen wir 25 °C herunter kühlen würde und dann entsprechend der Ladeleistung die Drehzahl anpassen würde. Ich bin da aber auch immer ein wenig empfindlich, vor allem, weil der Schreibtisch in meinem Schlafzimmer steht. Letzten Endes ist der Lüfter nicht wirklich laut, jedoch lauter als nötig, denn zur Erhaltungsladung benötigt das Ladegerät sicher nicht die gleiche Kühlleistung, wie beim Aufladen mit maximaler Leistung. Auch diese Ladestation ist leider alles andere als günstig. Insbesondere die Apple Zertifizierung dürfte hier den Preis deutlich nach oben treiben. Die UVP liegt hier bei 139,99 Euro und spiegelt auch den aktuellen Verkaufspreis bei Amazon wieder. Wer auf den Ladepuck für die Watch verzichten kann, bekommt aber auch eine schon länger verfügbare Version ohne diesen, die ansonsten völlig identisch ist. Hier liegt der aktuelle Preis bei Amazon bei 67,99 Euro, also weniger als der Hälfte. Auch wenn die Ladestation vielleicht nicht perfekt ist, ist sie dennoch meine aktuelle Standardladelösung auf meinem Schreibtisch und bleibt dort auch erstmal erhalten.
Disclaimer: Enthält Affiliate-Links. Die Testmuster wurden mir vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.
Der Beitrag Gadgetcheck: UGREEN MagFlow Pro – Neue, kühle Qi2-Ladegeräte erschien zuerst auf Dr. Windows.
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