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„„Geschichten machen uns unsterblich““
Samira El Ouassil, 1984 als Tochter eines Marokkaners und einer Deutschamerikanerin in München geboren, ist Autorin, Schauspielerin und Musikerin. Zuletzt veröffentlichte sie (mit Friedemann Karig) bei Ullstein das Buch „Erzählende Affen“.
Bild: Thomas Dashuber
David gegen Goliath, Gallier gegen Römer, Gut gegen Böse: Wir alle denken in Narrativen, sagt die Publizistin Samira El Ouassil. Ein Gespräch über die Macht der Erzählung und die Bedeutung der Wissenschaft.
Frau El Ouassil, wenn man Sie fragt, wer Sie sind – was sagen Sie?
Sie steigen ja gleich mit einer existenzphilosophischen Frage ein! Es gibt darauf keine richtige Antwort. Man beantwortet immer nur die Frage: Was sind Sie? Also: Als was arbeite ich? Welcher Gruppe fühle ich mich zugehörig?
Nun denn: Was sind Sie?
Im Moment sage ich: Publizistin.
Warum nicht Journalistin? Sie schreiben regelmäßig für „Spiegel online“ und das Medienkritik-Portal „Übermedien“.
Ich habe das große Privileg, dort jeweils eine Meinungskolumne zu haben. In der bringe ich, mehr oder weniger ästhetisiert, erst einmal ein persönliches Gefühl über die Welt zum Ausdruck, manchmal wage ich mich auch zaghaft an eine Gegenwarts- oder Gesellschaftsanalyse heran. Das ist für mich noch kein journalistisches Arbeiten.
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