
Mit der traditionellen Parade zum Christopher Street Day (CSD) haben am Samstag in Stuttgart Zehntausende für Gleichstellung und Akzeptanz demonstriert.
Nach Veranstalterangaben nahmen rund 130 Formationen an der Demo teil. Das ganze Wochenende war Programm geplant, darunter am Samstagabend eine Kundgebung am Stuttgarter Schlossplatz.
„Auch wenn queere Menschen in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein scheinen und viel Unterstützung spüren, beobachten wir einen deutlichen Anstieg queerfeindlicher Übergriffe und aggressiver Stimmungen gegen queere Menschen“, so die Veranstalter auf ihrer Homepage: Nach fast jedem CSD in einer deutschen Stadt seien Teilnehmende attackiert oder schwer verletzt worden.
Nicht nur in der Landeshauptstadt wurde demonstriert und gefeiert: Mit der sogenannten Dorfpride soll der CSD auch in ländliche Regionen geholt werden, die eher für konservative Lebensstile stehen. Die diesjährige Dorfpride stand in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) auf dem Plan.
Der Christopher Street Day wird weltweit gefeiert. Die Bewegung geht auf Ereignisse im Juni 1969 zurück, als Polizisten in New York eine Bar in der Christopher Street stürmten und so einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transmenschen auslösten.
(dpa)
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