Inhaltsverzeichnis
Google will offenbar einen neuen Anlauf nehmen, um die Dominanz von Windows auf dem Desktop zu brechen. Im Rahmen des aktuell stattfindenden Snapdragon Summit spricht Googles Hardware-Chef Rick Osterloh über ein neues Projekt, welches „unmittelbare Auswirkungen auf das Personal Computing“ haben soll.
Qualcomm in Person von CEO Cristiano Amon zeigt sich als potenzieller Hardware-Partner bereits begeistert und spricht von einer „Verschmelzung von PC und Smartphone“.
Die Ankündigungen bleiben allerdings schwammig und es gibt weder etwas zu sehen noch einen Termin, wann dieses neue Projekt die ersten Früchte tragen soll.
Schon seit vielen Jahren versucht Google, auf dem Desktop Fuß zu fassen. Die Chromebooks waren ein vielversprechender Achtungserfolg, blieben aber dauerhaft in der Nische stecken. Auch die Kompatibilität mit Android-Apps konnte daran nichts ändern. Dass Google inzwischen an einer Verschmelzung von Android und Chrome OS arbeitet, ist schon länger bekannt, so richtig neu sind die obigen Nachrichten daher nicht.
Dennoch habe ich mich kurz hingesetzt und überlegt: Ein Laptop, der im Grunde ein großes Smartphone ist, auf dem man also all das findet, was auch auf dem Gerät vorhanden ist, das man am meisten nutzt – ist das nicht genau das, womit gefühlte 90 Prozent der Privatanwender glücklich wären?
Selbst diese Ansätze sind nicht neu. Wer eine solche Lösung haben wollte, fand sie in der Vergangenheit beispielsweise bei Samsung DeX, und dafür benötigte man sogar nur das eine Gerät. Eine breite Masse an Interessenten fand sich dafür dennoch nicht.
Trotzdem glaube ich, dass Googles neues Projekt echtes (Windows-)Killer-Potenzial hat, wenn sie es endlich richtig angehen. Wobei man hier zwischen privater und geschäftlicher Nutzung streng unterscheiden muss. Im Business-Bereich ist eine solche Lösung vorerst chancenlos, im privaten Bereich ist das App-Ökosystem von Android jenem von Windows jedoch um Welten überlegen. Es fehlt „nur noch“ die Optimierung für den PC mit Fenster-Modus, guter Unterstützung von Maus und Tastatur und allem, was ein gutes PC-System eben ausmacht. Aber so einfach ist das dann eben doch nicht, und die App-Entwickler müssen logischerweise mitziehen.
Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!
Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.
Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Technologie kategorie besuchen.