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#Google und Microsoft übertreffen Erwartungen in Quartalsbericht

Microsoft und der Google-Mutterkonzern Alphabet haben für einen soliden Start in die Berichtssaison der amerikanischen Technologiebranche gesorgt. Beide Unternehmen übertrafen mit ihren am Dienstag nach Börsenschluss vorgelegten Geschäftszahlen die Erwartungen. Die Wall Street zeigte sich insbesondere von den Alphabet-Zahlen erfreut, der Aktienkurs legte im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als 6 Prozent zu. Microsofts Aktie notierte dagegen trotz der besser als erwarteten Zahlen leicht im Minus.

Sowohl Microsoft als auch Alphabet haben in diesem Jahr einen umfangreichen Personalabbau angekündigt. Microsoft hat 10.000 Arbeitsplätze eliminiert, Alphabet 12.000. Im Fall von Alphabet lässt sich das am jetzt veröffentlichten Quartalsbericht ablesen. Demnach hatte das Unternehmen Ende Juni knapp 182.000 Mitarbeiter, drei Monate zuvor waren es noch mehr als 190.000. Auch andere amerikanische Technologiekonzerne wie Meta und Amazon haben in den vergangenen zwölf Monaten größere Entlassungsrunden angekündigt.

Gute Nachrichten in allen größeren Sparten

Alphabet meldete für das abgelaufene Quartal ein Umsatzplus um 7 Prozent auf 74,6 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 72,8 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn stieg um 15 Prozent auf 18,4 Milliarden Dollar, das Ergebnis je Aktie von 1,44 Dollar war um 10 Cent höher als erwartet.

Alle größeren Alphabet-Sparten lieferten diesmal gute Nachrichten. Das Wachstum im allgemeinen Werbegeschäft, wozu Anzeigen neben den Ergebnissen der Google-Suchmaschine gehören, hat sich diesmal beschleunigt. Die Videoseite Youtube, für die separate Zahlen ausgewiesen werden, schaffte eine Kehrtwende. Nach mehreren Quartalen mit rückläufigen Umsätzen gab es diesmal wieder ein Wachstum von 4 Prozent. Weiter auf Wachstumskurs bleiben die Aktivitäten im Cloud Computing. Hier stieg der Umsatz um 28 Prozent, das war genauso viel wie im ersten Quartal. Google schaffte im Cloud-Geschäft außerdem zum zweiten Mal hintereinander einen Betriebsgewinn.

Microsoft wies für die vergangenen drei Monate ein Umsatzwachstum um 8 Prozent auf 56,2 Milliarden Dollar aus. Analysten hatten im Schnitt mit 55,5 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn stieg um 20 Prozent au 20,1 Milliarden Dollar, das Ergebnis je Aktie von 2,69 Dollar war um 14 Cent besser als erwartet. Microsoft ist einer der wichtigsten Wettbewerber von Google im Cloud-Geschäft, und die Entwicklung der Cloud-Plattform Azure wird von Analysten besonders aufmerksam beobachtet. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz mit Azure um 26 Prozent, was etwas besser als erwartet war, aber damit hat sich das Wachstum zum wiederholten Mal abgeschwächt.

Eine führende Rolle auf dem KI-Gebiet

Sowohl Microsoft als auch Alphabet sprachen in ihren Mitteilungen an prominenter Stelle ihre Aktivitäten rund um Künstliche Intelligenz an und reklamierten eine führende Rolle auf diesem Gebiet. In der Branche spielt sich derzeit ein Wettrennen um KI-Technologien ab, sowohl Microsoft als auch Google investieren massiv in das Geschäft. Microsoft hat sich mit einem Milliardenbetrag an Open AI beteiligt, dem Entwickler des Sprachmodells ChatGPT. Google hat das mit ChatGPT konkurrierende KI-System Bard herausgebracht, das seit kurzem auch in Deutschland verfügbar ist.

Alphabet verkündete bei der Vorlage der Zahlen auch eine personelle Veränderung. Ruth Porat, die seit 2015 Finanzchefin ist, soll von September an eine neu geschaffene Position als Präsidentin und Chief Investment Officer bekommen. Dabei soll sie für die diversen Investitionen in Alphabets Portfolio zuständig sein, auch die Kommunikation mit Politikern und Regulierern soll zu ihren Aufgaben gehören. Ihr Amt als Finanzchefin soll vorübergehend noch behalten, bis eine Nachfolgeregelung gefunden ist, aber danach abgeben.

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