#Harry und Meghan beklagen Verfolgung durch Paparazzi

Prinz Harry und Herzogin Meghan sollen laut britischen Medienberichten in eine „beinahe katastrophale“ Autojagd involviert gewesen sein. Wie die BBC unter Berufung auf einen Sprecher des Herzogs und der Herzogin von Sussex berichtet, seien Harry, Meghan und Meghans Mutter auf dem Rückweg von einer Award-Show in New York gewesen. Es sollen Paparazzi an der Verfolgungsjagd beteiligt gewesen sein. Laut des Sprechers führte der Vorfall zu „mehreren Beinahe-Kollisionen mit anderen Fahrern auf der Straße, Fußgängern und zwei New Yorker Polizisten“ . Eine andere Quelle für den Vorfall gab es zunächst nicht.

Die New Yorker Polizei (NYPD) gab später eine weniger dramatische Schilderung. Das private Sicherheitsteam von Harry Meghan sei unterstützt worden. „Es gab viele Fotografen, die den Transport zu einer Herausforderung gemacht haben“, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der NYPD. Schlussendlich sei das Paar aber an seinem Zielort angekommen – „und es gab keine gemeldeten Unfälle, gerichtlichen Vorladungen, Verletzungen oder Festnahmen in dieser Hinsicht“.

Der beteiligte Taxifahrer, der die Prominenten fuhr, sagte in einem Interview mit der Washington Post, dass es sich nicht um eine Verfolgungsjagd gehandelt habe. Er habe sich während der Fahrt sicher gefühlt. 

Angeblich Verfolgungsjagd wie aus Actionfilm

New Yorks Bürgermeister Eric Adams verurteilte den Vorfall als „rücksichtslos und unverantwortlich“. „Es ist klar, dass die Presse, die Paparazzi, die richtigen Fotos bekommen wollen“, sagte New Yorks Bürgermeister Adams am Mittwochmittag (Ortszeit) auf eine entsprechende Frage bei einer Pressekonferenz zu einem anderen Thema. „Aber die öffentliche Sicherheit muss immer vorgehen.“ Ihm sei gesagt worden, dass zwei Polizeibeamte verletzt werden hätten können. Dass der Vorfall zwei Stunden gedauert haben solle, finde er allerdings „schwer zu glauben“. Angesichts der Massen von Fahrzeugen und Menschen auf den Straßen New Yorks könne aber auch schon eine minutenlange Verfolgungsjagd „extrem gefährlich“ sein.

Laut „Guardian“ dauerte die Verfolgungsjagd mehr als zwei Stunden an. „Auch wenn es immer ein gewisses öffentliches Interesse an bekannten Persönlichkeiten gibt, sollte doch niemals die Sicherheit von irgendjemandem gefährdet sein“, mahnte der Sprecher des Paars. 

Nach dpa-Informationen aus dem Umfeld des Paares sollen sich Szenen abgespielt haben wie in einem Actionfilm, die hätten „tödlich“ enden können. Sechs Fahrzeuge mit verdunkelten Scheiben rasten demnach rücksichtslos um den Konvoi der Prominenten herum. Autos bretterten über den Bürgersteig und schossen über rote Ampeln, fuhren rückwärts in einer Einbahnstraße und blockierten einen fahrenden Wagen. Die Fahrer hätten am Steuer fotografiert und telefoniert.

Erinnerungen an Lady Di

Obwohl mehrfach von uniformierten Polizeibeamten konfrontiert, seien sie davongerast, um die Verfolgung fortzusetzen. Es gebe Aufnahmen von Sicherheitsleuten, die das Geschehen dokumentierten. Pläne, entsprechende Filmaufnahmen öffentlich zu machen, gebe es unmittelbar jedoch nicht, sagte eine Sprecherin des Paares auf dpa-Anfrage. Wie die dpa erfuhr, übernachtete das Paar bei Freunden und wollte die Paparazzi nicht zu deren Adresse führen.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an den tragischen Unfall von Harrys Mutter, Lady Di, die vor ihrem Tod ebenfalls von Paparazzi verfolgt worden war. Schuld an dem Unfall hatte damals allerdings der Fahrer, der alkoholisiert war. Die Theorie, dass die Promi-Fotografen Schuld an Dianas Unfall hatten, wurde von Gerichten verworfen.

Der geschilderte Vorfall in New York dürfte dem ohnehin miserablen Verhältnis des 38 Jahre alten Harry zur Boulevardpresse weiteren Schaden zufügen. Immer wieder macht Harry den britischen „tabloids“ heftige Vorwürfe für den Tod seiner Mutter. In einer BBC-Dokumentation sagte er einmal: „Jedes Mal, wenn sie ausging, war da eine Meute von Menschen, die auf sie gewartet hat. Wie ein Rudel Hunde folgten sie ihr, jagten sie, belästigten sie, beleidigten sie, spuckten auf sie, versuchten eine Reaktion, das eine Foto zu bekommen, wie sie um sich schlägt.“

Prinz Harry und Meghan Markle hatten sich 2020 aus der ersten Reihe der Royals verabschiedet, seitdem lebt das Paar im US-Bundesstaat Kalifornien. Seitdem sorgten sie immer wieder mit deutlicher Kritik am Königshaus für Wirbel und Unmut im Vereinigten Königreich. Harry nahm kürzlich in London zwar an der Krönung seines Vaters König Charles III. teil; Meghan und die beiden Kinder Archie und Lilibet blieben der Zeremonie aber fern.

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