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Vielleicht hast du bemerkt, dass die Bild- und Tonqualität bei einigen Premium-Inhalten zuletzt nicht so gut war, wie du es sonst bei Disney+ gewohnt bist. Dahinter steckt ein andauernder Rechtsstreit zwischen Disney und dem US-Technologieunternehmen InterDigital. Das Landgericht München hatte im November 2025 entschieden, dass Disney+ mit seinen Videostreams mit dynamischem HDR-Bild gegen InterDigitals Rechte verstoße. Infolgedessen musste der Streaming-Dienst Einschränkungen vornehmen. Das betraf und betrifft mitunter auch jetzt noch Formate wie Dolby Vision und 3D. Die Verbraucherzentrale sieht hier einen rechtlichen Mangel vorliegen.
Premium-Abonnenten könnten ihr Geld zurückverlangen
Laut der Verbraucherzentrale Niedersachsen ist klar: Hier fehlt die zugesicherte oder erwartbare Bildqualität, die Premium-Abonnenten laut Vertrag zusteht. Dass dieser Mangel aufgrund des Patentstreits zustande kam, sei dabei irrelevant. „Rechtlich ist allein Disney+ als ihr Vertragspartner dafür verantwortlich, die beworbene und bezahlte Qualität zu gewährleisten“, so eine Sprecherin. Kunden könnten rechtlich gesehen nicht nur einen Teil der monatlichen oder jährlich gezahlten Gebühren zurückfordern, sondern auch ihre laufenden Zahlungen mindern. Das gilt zumindest, für den Zeitraum, in dem sie von der geringeren Streaming-Qualität betroffen waren oder es noch sind.
Das ist aber noch nicht alles, die Verbraucherzentrale kritisiert zudem Disneys Bewerbung des Premium-Abos. So heißt es in einem Slogan: „Unterstützt Dolby Atmos“. Doch treffe das bei vielen Inhalten überhaupt nicht zu. Hier gehe Disney+ nicht transparent mit diesem Umstand um.
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Disney+ will „so schnell wie möglich“ eine Lösung anbieten
„Aufgrund eines Gerichtsverfahrens vor einem deutschen Patentgericht waren wir gezwungen, Änderungen an der Verfügbarkeit einiger Premium-Videoformate vorzunehmen“, kommentierte eine Konzern-Sprecherin die Lage. „Wir bedauern sehr, dass dies notwendig war, und teilen die Frustration unserer Kundinnen und Kunden.“ Das Unternehmen habe bereits „so schnell wie möglich an Lösungen gearbeitet, um den Zuschauerinnen und Zuschauern das bestmögliche Erlebnis entsprechend ihrer Endgeräte und ihrem Abonnement zu bieten.“ Eine Stellungnahme zum Dolby-Atmos-Thema blieb allerdings aus.
| Abo-Format | Premium | Standard | Standard mit Werbung |
|---|---|---|---|
| Preis | 15,99 Euro/Monat oder 159,90 Euro/Jahr | 10,99 Euro/Monat oder 109,90 Euro/Jahr | 6,99 Euro/Monat |
| Videoqualität | 4k UHD und HDR | 1080p Full HD | 1080p Full HD |
| Downloads | ja | ja | nein |
| Gleichzeitige Streams | 4 | 2 | 2 |
| Unterstütutz Dolby Atmos | ja | nein | nein |
Immerhin, ein Problem hat Disney+ mittlerweile beheben können. Der Support für HDR10 ist wiederhergestellt worden. Hierdurch erhält das Bild mehr Kontrast, Farben und Helligkeit. Allerdings gilt die Anpassung dann für das gesamte Video. Dolby Vision hingegen optimiert Frame für Frame – Ideal für Serien mit besonders dunklen Szenen wie etwa Game of Thrones.
Fazit: Wenn du Qualitätseinbußen beim Streamen mit Disney+ Premium hattest, kannst du jetzt teilweise dein Geld zurückfordern und eventuell auch eine Gebührenminderung beanstanden. Hast du dein Abo direkt über Disney+ abgeschlossen? Dann solltest du dich dort an den Support wenden. Ansonsten ist der jeweilige Drittanbieter dein Ansprechpartner.
Bildquellen
- Tschüss Netflix, Disney+ und Prime Video: Diese kostenlose Alternative ist besser: Blasius Kawalkowski / inside digital
- Netflix: Krachende Neuheiten für alle Kunden: KI-generiert
- Disney+-Kunden können jetzt ihr Geld zurückverlangen: Nicolas Ospina Soriano/Shutterstock.com
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