#Im Schlaf Gutes tun

Ist das etwa …? Tatsächlich, am Kopfteil des Bettes blitzt ein Schlüsselloch hervor. Und der schmale Beistelltisch, auf dem der Fernseher steht … Ein halbierter Esstisch, die zweite Hälfte steht direkt gegenüber im Wohnbereich. An der Garderobe hängen Bügel mit Häkelkleid, neben dem Waschbecken stehen abgeschnittene Weinflaschen statt Gläsern und im Bücherregal ein illustrierter Reiseführer von 1987. „Eine der wenigen alten Wiener Vorstadtgassen“, heißt es darin über die Ungargasse, in der das magdas-Hotel liegt. „Gesäumt von ein paar Lokalen, zwischendrin ein kleiner Laden mit kuriosen Antik-Postkarten, alten Briefmarken und sonstigem Ramsch.“ Den Laden gibt es nicht mehr, und auch das Priesterwohnheim, Hausnummer 38, ist Geschichte. Die letzten Priester, alle über 80 Jahre alt, zogen vor ein paar Jahren aus. Ein Glück für das magdas, das nach sieben Pop-up-Jahren am Wiener Prater nach einer neuen, diesmal dauerhaften, Bleibe suchte.

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