ING verschickt Warnbrief: Das kann richtig teuer werden

ING verschickt Warnbrief: Das kann richtig teuer werden
Vor Kurzem erhielten Kunden der ING einen digitalen Warnbrief. Wer diesen ignoriert, kann viel Geld verlieren. Dabei geht es jedoch weder um eine neue Funktion noch um eine weitere Anhebung der Gebühren. Dennoch – oder gerade deswegen – ist Vorsicht geboten.

ING-Automat
Nicht aktualisieren – Neue Falle für BankkundenBildquelle: emka74 / shutterstock.com

Bankkunden haben ein Problem. Insbesondere, wenn sie sich in der digitalen Welt nicht sonderlich gut auskennen. Denn so bequem Online-Banking und Co. auch sein mögen, lauern im Internet auch viele Gefahren. Und diese werden mit jedem Tag zahlreicher. „Immer häufiger versuchen Betrüger, mit gefälschten Investmentangeboten oder als angebliche Bankmitarbeiter an Ihr Geld und Ihre Daten zu gelangen“, heißt es im ING-Warnbrief. Doch wie erkennt man Betrug und wie schützt man sich davor?

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ING versucht bereits seit einer ganzen Weile, seine Kunden dazu zu bringen, mehr zu investieren. Etwa mit seinem neuen Investing-Programm auf Level-Basis (Stichwort: Gamification). Oder seit Neuestem mit Transaktions-Rabatten für junge Kunden unter 28 Jahren. Doch nicht nur Banken haben das Investment-Potenzial erkannt. So locken Cyberkriminelle Bankkunden mit dem Versprechen auf außerordentlich hohe Erträge immer öfter in eine Falle. Stattdessen behalten sie die Investments einfach ein oder überwinden die Sicherheitsmechanismen und überweisen Beträge vom Konto des Opfers direkt auf die eigenen Konten.

Laut ING könne der Angriff über verschiedene Kanäle wie Social Media, vermeintliche Berater oder exklusive WhatsApp-Gruppen erfolgen. Häufige Gemeinsamkeiten: hohe Rendite, Zeitdruck, Überweisung auf ausländische Konten oder in Kryptowährungen. Die Direktbank rät dazu, insbesondere bei unrealistisch hohen Renditen skeptisch zu sein und kein Geld an unbekannte Konten oder Wallets zu überweisen. Auch solle man keine persönlichen Daten am Telefon oder per Chat weitergeben. Denn diese können später zum Hacken der Bankkonten oder für gezielte Phishing-Angriffe genutzt werden. Zudem rät die ING zu prüfen, ob der Anbieter reguliert sei. Das ist beispielsweise bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) möglich. Die Behörde warnt überdies des Öfteren vor unseriösen Angeboten. Zuletzt sogar vor einer Frankfurter Bank.

Falsche Bankanrufe im Namen der ING

Abseits von Investment-Betrug warnt die ING auch vor betrügerischen Anrufen. So sollen unbekannte Anrufer, die sich für Mitarbeiter der Bank ausgeben, ING-Kunden derzeit mittels Social Engineering zu beeinflussen versuchen. Ihr Ziel: Zugangsdaten herausfinden und Freigaben/Stornierungen/Überweisungen erschleichen.

In diesem Kontext unterstreicht ING, dass echte Mitarbeiter niemals nach Zahlungsdaten, Freigaben oder Stornierungen fragen würden. Ferner seien Passwörter, PINs und Zugangsdaten geheim. Heißt: Auch die Bankmitarbeiter können diese nicht einsehen. Selbiges gilt übrigens für die meisten großen und seriösen Anbieter. Bei entsprechenden Fragen sollte man also stets aufhorchen. Die einzige Ausnahme stellt eine PIN zur Verifizierung der eigenen Identität gegenüber dem telefonischen Kundendienst dar. Diese Praxis findet etwa bei deutschen Telekommunikationsanbietern gehäuft Anwendung.

Wer Opfer dieser Betrugsmasche wurde, sollte sein Konto umgehend sperren lassen und versuchen, die abgebuchten Beiträge über den ING-Kundendienst zurückzuholen. Ansonsten empfiehlt es sich, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Worauf es online sonst noch zu achten gilt, verraten unsere Ratgeber zu Phishing, Smishing, Quishing, Vishing und sonstigen digitalen Betrugsmaschen.

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  • Nicht aktualisieren – Neue Falle für Bankkunden: emka74 / shutterstock.com

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