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Im Interview wurde Christopher Nolan auf die massive Kritik in Bezug auf sein Spektakel „Die Odyssee“ angesprochen. Die sei „irrelevant“, so der Meisterregisseur.
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Ist es jetzt ein Statement oder doch bloß Fan-Hass ohne jegliche Substanz? Auf YouTube hat der finale englische Trailer zu Christopher Nolans „Die Odyssee“ zum Zeitpunkt über 761.000 Dislikes gegenüber 81.000 Likes. Das ist ein Verhältnis von beinahe 10:1 für die Downvotes.
Wir sprechen hier also von Sphären wie bei Disneys „Schneewittchen“ und „Arielle, die Meerjungfrau“. Tatsächlich kann man mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit davon ausgehen, dass es die gleiche Bubble sein dürfte, die sich nun hierbei kollektiv über angebliche faktische Unschärfe und eine „woke Besetzung“ echauffiert. Dabei ist es ihr im Grunde gleich, ob die vermeintlichen Fakten, auf die sie sich stützt, überhaupt der Wahrheit entsprechen. So spielt Elliot Page eben nicht den griechischen Helden Achilles, sondern den hinterlistigen Sinon.
Im Interview mit The Telegraph darauf angesprochen, winkt der Filmemacher ab:
„Diese Diskussionen im Vorfeld, bevor die Leute den Film gesehen haben, sind immer irrelevant, denn niemand, der sie führt, weiß, wie der Film wirklich ist. Aber denkt dran, ich habe 10 Jahre meines Lebens mit Batman verbracht. Als ich zu ‚Batman Begins‘ stieß, hatten Autor*innen und Künstler*innen seit beinahe 65 Jahren an dieser populären Figur gearbeitet – und es gab viele Gedanken darüber, wofür er steht. Was ich während meiner Arbeit an der Trilogie gelernt habe, ist, dass man sich keine Gedanken darüber machen darf.“
Vielmehr sei er der Meinung, dass es darum gehe, dem Original gerecht zu werden und es zu ehren – mit der bestmöglichen Interpretation. Nolans Interpretation von Homers Gedicht wirkt definitiv bildgewaltig, wie der Trailer zeigt:
„Die Odyssee“: Könnte die Altersfreigabe ein Hindernis für den Erfolg sein?
Bei Universal dürfte dennoch eine gewisse Nervosität kurz vor dem Kinostart herrschen, denn „Die Odyssee“ ist nicht nur mit geschätzten 250 Millionen US-Dollar Produktionskosten sündhaft teuer, sondern auch in der Reichweite eingeschränkt durch das R-Rating in den USA.
Hierzulande steht die Altersfreigabe wenige Tage vor dem Kinostart noch aus. Womöglich befindet sich der Film also noch immer beim Prüfungsgremium. Das deutet auf einen Konflikt hin: FSK 12 als kulturell wertvolles Werk oder FSK 16 aufgrund der von Nolan gewollten Gewaltdarstellung.
Spätestens zum deutschen Kinostart am 16. Juli 2026 steht fest, für welche Altersempfehlung man sich hierzulande entschieden hat. So oder so, „Die Odyssee“ dürfte Kino-Pflicht sein für jeden echten Filmfan.
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