
Klima, Gendern, Krieg, Corona: Die Fronten bei unterschiedlichen Meinungen sind in der Gesellschaft verhärtet. Was braucht es für Toleranz? Und kann man lernen, tolerant zu sein?
Toleranz ist die wohl gefragteste Tugend unserer Zeit. Sie liegt im Kern vieler gesellschaftlicher Debatten: Im Kleinen geht es um Unisex-Toiletten, das Gendersternchen oder ob man Fleisch isst. Im Großen finden sich Fragen zum Umgang mit dem Klimawandel oder der Zuwanderung. Spätestens in der COVID-19 Pandemie haben viele Menschen erfahren: Meinungsverschiedenheiten können Familien und Freundeskreise spalten. Tolerant zu sein ist jedoch nicht immer leicht.
Toleranz ist so bedeutend für ein friedliches Zusammenleben, dass die Mitgliedstaaten der UNESCO sie bereits im Jahr 1995 als Grundlage „für den Frieden und für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung aller Völker“ bezeichnete. Intoleranz hingegen sei eine „globale Gefahr“.
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