Journalist bei Relegation von Lok Leipzig durch Stein verletzt

Journalist bei Relegation von Lok Leipzig durch Stein verletzt

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Während des Fußballspiels zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem TSV Havelse am Mittwochabend wurde ein Journalist des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) mutmaßlich von einem Fan verletzt. Der Kommentator sei aus einem Fanblock heraus mit einem Stein beworfen worden, teilte ein Unternehmenssprecher des MDR am Donnerstag mit. Dabei habe der Journalist eine Gesichtsverletzung erlitten, welche ambulant behandelt werden musste.

„Der Vorfall ist ungeheuerlich. Wir verurteilen ein solches Verhalten gegenüber Medienvertretern auf das Schärfste, es ist durch nichts zu entschuldigen“, erklärte der Sprecher. Der Steinwurf sei auf Video festgehalten worden. Der Geschädigte habe eine Anzeige wegen Körperverletzung erstattet, hieß es. Darüber hinaus seien die Leipziger Vereinsverantwortlichen über den Vorfall informiert worden.

2020 scheiterte Lok am SC Verl

Der Meister der Fußball Regionalliga-Nordost hatte im Relegationshinspiel um den Aufstieg in die dritte Liga wie schon vor fünf Jahren einen Sieg verpasst und droht nun wieder kurz vor dem Ziel zu scheitern. Gegen Nord-Titelträger TSV Havelse reichte es nur zu einem 1:1 (0:0). Das Rückspiel wird am Sonntag (13.30 Uhr bei MagentaSport) in Havelse ausgetragen. 2020 hatten es die Leipziger ebenfalls in die Aufstiegs-Relegation geschafft. Im Heimspiel gegen den SC Verl hieß es 2:2, beim Westklub dann 1:1. Wegen der damals geltenden Auswärtstorregelung stieg Verl in die dritte Liga auf.

Ein Unentschieden reicht am Sonntag weder Leipzig noch Havelse. „Es ist noch alles drin für beide Mannschaften. Es war wichtig, dass wir den Ausgleich noch gemacht haben. Bei einem 0:1 wäre es schwieriger geworden“, sagte Lok-Sportdirektor Toni Wachsmuth im MDR. Dorian Cevis (90.+1) hatte in der Nachspielzeit die ebenfalls sehr späte Führung für Havelse durch ein Traumtor von Marko Ilic (89.) egalisiert.

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Wachsmuth betonte, dass man gemerkt habe, dass in diesem wichtigen Spiel keiner den ersten Fehler machen wollte. Seinem Team habe es daran gefehlt, Torchancen und Druckphasen zu erzeugen. „Wir wissen, was wir können, dass wir auch dort gewinnen können. Wir werden dort noch einmal alles raushauen“, versprach Wachsmuth.

Lok-Trainer Jochen Seitz sprach von einem Happy End. „So wie Havelse nach dem 1:0 gejubelt hat, habe ich gedacht, die sind schon durch“, sagte der Coach, der Lok in seiner ersten Saison zum Regionalliga-Meister und Sachsenpokal-Sieger (6:5 im Elfmeterschießen über Erzgebirge Aue) geformt hat.

„Wir brauchen mehr Lösungen mit dem Ball“, analysierte Seitz das Hinspiel. Man müsse die eine oder andere Situation besser ausspielen, um zu Abschlüssen zu kommen. Dazu hoffe er auf die Rückkehr von Top-Stürmer Stefan Maderer, der wegen muskulärer Probleme nicht zur Verfügung stand. „Mit ihm haben wir noch andere Möglichkeiten in der Box“, sagte Seitz und kündigte an, am Sonntag auf alles vorbereitet sein zu werden. „Wir können auch Verlängerung und Elfmeterschießen“, betonte Seitz mit Blick auf das Pokalfinale.

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