#Jünger, weiblicher, vielfältiger

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Sehr schnell viel pünktlicher wird die Deutsche Bahn wohl nicht, zumindest aber jünger, weiblicher und vielfältiger. Dem ersten „Diversity-Report“ zufolge, den der Staatskonzern am Montag veröffentlichte, ist das Durchschnittsalter der Belegschaft seit 2018 um gut ein Jahr gesunken, von 45,4 auf 44,3 Jahre. Die Quote der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund stieg um rund drei Prozentpunkte von 11,6 Prozent auf 14,7 Prozent. Zudem werde das Geschlechterverhältnis im Unternehmen ausgewogener, hieß es. So sei der Anteil von Frauen und Männern in Teilzeit mittlerweile fast gleich. Bis 2024 will die DB als „wichtigen Meilenstein“ einen Anteil weiblicher Führungskräfte von 30 Prozent ausweisen. Derzeit sind es 27 Prozent, 2018 waren es erst 20,1 Prozent.

„Diversity wird leider immer noch an vielen Stellen belächelt“, betont Personalvorstand Martin Seiler – wohl wissend, dass Aktionen wie der „Regenbogen-ICE“ auch Kritiker auf den Plan rufen. Seiler jedoch wertet Vielfalt als „entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen“: „Diverse Teams mit unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen uns, neue Impulse aufzunehmen und mit der Zeit zu gehen.“

Eine Frau auf drei Männer

Unter dem Begriff Diversity versteht das Unternehmen „alle Facetten von Vielfalt“. Speziell aufgeführt werden Geschlecht, Generation, soziale Herkunft, physische und psychische Fähigkeiten, sexuelle Orientierung, Religion und ethnische Herkunft. Laut Diversity-Report hat die Bahn in den vergangenen 20 Jahren fast 120 Maßnahmen umgesetzt, angefangen vom Wettbewerb „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“ im Jahr 2000 bis zur Abschaffung geschlechterspezifischer Unternehmensbekleidung im November 2022.

In Deutschland, also im eigentlichen Schienengeschäft, arbeiten mehr als 220.000 Menschen für die DB – aus vier Generationen, mehr als 100 Kulturkreisen und unterschiedlichsten Glaubensrichtungen, wie es heißt. Bemühungen wie interkulturelle Netzwerke oder ein „Generationenmanagement“ sollen den Austausch fördern. Auch wenn Personalmanager Seiler im Diversity-Report einräumt, „dass noch viel Arbeit vor uns liegt“. Schon ob das Ziel „Parität auf allen Ebenen“ auf absehbare Zeit erreichbar ist, scheint zweifelhaft. Auf drei Männer kommt im Gesamtkonzern eine Frau. Die Quote liegt aktuell bei 23,6 Prozent; mit ihr ging es zuletzt nur in Trippelschritten nach oben.

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