
Nach der Implosion des Tauchboots Titan nahe dem Titanic-Wrack hat Kanada Ermittlungen angekündigt. Dabei sollten die „Umstände“ beim Einsatz des Tauchboots untersucht werden, erklärte die kanadische Verkehrssicherheitsbehörde am Freitag. Die Titan war von einem unter kanadischer Flagge fahrenden Mutterschiff an ihren Einsatzort nahe dem Titanic-Wrack gebracht worden, daher ist Kanada für die Ermittlungen zuständig.
Die Verkehrssicherheitsbehörde ist routinemäßig für die Untersuchung von Flug-, Bahn-, Schiffs- und Pipelineunglücken zuständig, Ziel ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit. Sie führt dagegen keine straf- oder zivilrechtlichen Ermittlungen. Die Behörde entsandte nach eigenen Angaben Ermittler nach St. John’s auf der kanadischen Insel Neufundland, von wo aus das Titan-Mutterschiff „Polar Prince“ in See gestochen war. Diese sollten dort Informationen sammeln und Zeugen befragen.
Die Titan war am Sonntag mit fünf Insassen zum Wrack der Titanic aufgebrochen. Nach knapp zwei Stunden brach der Kontakt zum Begleitschiff ab. Nach viertägiger Suche fand ein Tauchroboter am Donnerstag in 3800 Meter Tiefe am Meeresgrund Trümmerteile, bei denen es sich um Überreste der Titan handelte. Laut US-Küstenwache war das Tauchboot unter dem enormen Wasserdruck implodiert, alle fünf Insassen kamen ums Leben.
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