#Keine Gnade: Darum löscht WhatsApp jetzt Nutzerkonten

WhatsApp-Mutterkonzern Meta gab jüngst bekannt, eine ganze Gruppe an WhatsApp-Konten blockiert zu haben. Die Sperrungen scheinen selbstverschuldet und gut begründet zu sein. Zudem nutzte Meta die Gelegenheit, um Nutzer weltweit zu warnen.

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WhatsApp löscht NutzerkontenBildquelle: rafapress / shutterstock.com

WhatsApp gehört zweifelsohne zu den beliebtesten Messengern überhaupt. In Deutschland ist es die unangefochtene Nummer 1. Selbst Alternativen wie Telegram oder Signal können den Marktanteilen des Platzhirschs keinen großen Schaden zufügen. Denn diese werden meistens zusätzlich zum WhatsApp-Konto und nicht als Ersatz genutzt. Umso schlimmer ist es für Betroffene, wenn sie ihr Konto verlieren – etwa, weil sie gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen haben. Und das passiert immer mal wieder. Kürzlich wurde jedoch eine ganze Reihe an Kundenkonten gesperrt. Und zwar aus gutem Grund.

WhatsApp-Accounts unwiderruflich entfernt

Bei den jüngst gesperrten WhatsApp-Konten handelt es sich um Accounts aus Iran. Im Anschluss an mehreren Beschwerden konnte eine interne Untersuchung diese der Hacker-Gruppierung „APT42“ (alternative Bezeichnungen: „UNC788“ und „Mint Sandstorm“) zuordnen. Diese trat bereits früher in Erscheinung und ist bekannt dafür, gezielt politische Akteure und Personen des öffentlichen Lebens anzuvisieren.

Im aktuellen Fall soll sich die Gruppierung als technischer Support von AOL, Google, Yahoo und Microsoft getarnt und Angriffe auf Personen in Israel, Palästina, Iran, den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich durchgeführt haben. Darunter auch Beamte aus den Administrationen von Biden und Trump. Das Ziel von APT42 ist es, sich mittels Phishing-Methoden Zugang zu den Konten ihrer Opfer zu verschaffen – um etwa vertrauliche Informationen abzugreifen. Wobei Meta unterstreicht, keine Beweise dafür gefunden zu haben, dass Konten tatsächlich kompromittiert wurden. Dennoch wurden die gewonnenen Erkenntnisse auch an Strafverfolgungsbehörden und Branchenkollegen weitergeleitet.

Auch normale Nutzer betroffen

Während die iranische Hacker-Gruppe primär auf politische Akteure ausgerichtet ist, gelangen oftmals auch normale WhatsApp-Nutzer in den Fokus von Cyberkriminellen. Daher empfehlen wir, unbedingt die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten und generell niemals Verifizierungscodes mit Dritten zu teilen – unabhängig davon, ob der technische Support oder Mark Zuckerberg selbst danach fragen. Weitere praktische Tipps zum digitalen Selbstschutz finden sich in unserem Ratgeber zur WhatsApp-Sicherheit.

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  • Das steckt hinter den DB-Ticketerstattungen: Lutsenko_Oleksandr / shutterstock.com
  • WhatsApp löscht Nutzerkonten: rafapress / shutterstock.com

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