Kollege Copilot: Microsoft-Belegschaft wird zur KI-Nutzung „genötigt“

Kollege Copilot: Microsoft-Belegschaft wird zur KI-Nutzung „genötigt“

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Kollege Copilot: Microsoft-Belegschaft wird zur KI-Nutzung „genötigt“

Wer bei Microsoft nicht die hauseigenen KI-Tools benutzt, muss künftig mit einer schlechteren Leistungsbeurteilung rechnen. Das Unternehmen betrachtet die Arbeit mit Künstlicher Intelligenz als eine wichtige Kompetenz, die entsprechend in die Bewertung einfließt.

Es gibt Menschen, die befürchten durch den massiven Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine Verdummung des Menschen. Andere wiederum, und dazu gehören logischerweise die Anbieter von KI-Assistenten, sehen darin ein starkes Werkzeug zur Stärkung der Produktivität. Für mich sind beide Behauptungen auf ihre Art zutreffend.

Das Magazin Business Insider (Paywall, via Winfuture) hatte Einsicht in ein internes Rundschreiben, welches die Mitarbeiter explizit auffordert, bei ihrer täglichen Arbeit die zur Verfügung stehenden KI-Tools zu nutzen. Insbesondere geht es dabei selbstverständlich um den hauseigenen Copilot, der im direkten Akzeptanz-Vergleich mit ChatGPT so seine Probleme hat.

Julia Liuson, Chefin von Microsofts Entwickler-Abteilung, schreibt im erwähnten Rundschreiben: „KI ist jetzt ein grundlegender Teil unserer Arbeit. Genau wie Zusammenarbeit, datenbasiertes Denken und effektive Kommunikation ist die Nutzung von KI nicht mehr optional. Sie ist zentral für jede Rolle und jede Ebene.“

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz soll demzufolge ab dem kommenden Geschäftsjahr, das am 1. Juli beginnt, in die Gesamtbeurteilung aller Angestellten einfließen.

Microsoft dürfte damit drei Ziele verfolgen. Nach dem Prinzip „Eat your own Dogfood“ dürfte die intensive Nutzung des Copilot in der eigenen Belegschaft wichtige Erkenntnisse für dessen Weiterentwicklung bringen. Zudem ist die Belegschaft groß genug, um die Nutzungsstatistiken des Copilot aufzubessern, was man wiederum für das Marketing verwenden kann. Last but not least erhofft sich Microsoft sicherlich auch, dass der Copilot seinen eigentlichen Job macht und die Produktivität der Belegschaft steigert.

Abschließend bleibt zu hoffen, dass Microsoft intern kritisch darüber reflektiert, warum man die Nutzung des Copilot erst „anordnen“ muss.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 17 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!

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