Künstliche Intelligenz: Die USA laufen in ein massives Energieproblem – Update

Künstliche Intelligenz: Die USA laufen in ein massives Energieproblem – Update

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Künstliche Intelligenz: Die USA laufen in ein massives Energieproblem – Update

Wachsende Widerstände bei der lokalen Bevölkerung gegenüber dem Bau von KI-Rechenzentren machen den großen US-Unternehmen schon seit einiger Zeit zu schaffen. Da hilft es auch wenig, dass OpenAI und QTS gemeinsam mit den Investoren Blackstone und SoftBank sowie sieben Gewerkschaften eine neue Lobbyorganisation gegründet haben, um die Widerstände final zu brechen und die Bevölkerung einzuhegen. Nun droht den KI-Riesen ein noch wesentlich größeres Problem.

Wie Golem und Reuters jeweils berichten, fehlen den Vereinigten Staaten schlichtweg die Kraftwerke zur Energieerzeugung, um die ganzen Rechenzentren zu betreiben. Selbst wenn man jede in den USA verfügbare Quelle zur Energieversorgung nur für die Rechenzentren heranziehen würde, fehlen bis zum Jahr 2028 laut Berechnungen von Morgan Stanley mindestens 32 Gigawatt Leistung, die sehr kurzfristig hinzugebaut werden müssen. Das entspricht rund einem Drittel des Gesamtbedarfs, den nur die Rechenzentren haben.

Entsprechend warnen die Finanzexperten sowie die Bank Goldman Sachs vor großen Problemen für die KI-Unternehmen. Neben fehlenden Energiequellen und politisch-gesellschaftlichem Widerstand laufen zusätzlich die Arbeitskosten völlig aus dem Ruder, um die Gebäude und Anlagen überhaupt erstmal zu bauen. Daneben erwarten auch andere Analysten, dass die Ausbauziele deutlich verfehlt werden. Das Problem wird sich anschließend weiter durch die Lieferkette ziehen.

Ausgenommen sein dürften vorerst Nvidia und Broadcom, da diese aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung breiter aufgestellt sind. Bei Zulieferern von Netzausrüstung, Bauteilen zur Energieversorgung oder von Speichertechnik sieht es deutlich anders aus. Aktuell horten die KI-Unternehmen bereits Bauteile im Wert von mindestens 200 Milliarden USD, die wegen der Probleme an allen Ecken und Enden nicht verbaut werden können und deswegen vor sich hin lagern.

Update vom 21. Oktober: Laut einem weiteren Bericht von Golem wird auch besonders bei den Neoclouds das Thema der finanziellen Spielräume zunehmend enger. Auch etablierte Größen kämpfen derweil mit Problemen mit der Energieversorgung. So lässt Oracle hunderte LKWs mit komprimiertem Gas über US-Straßen rollen, nur um eigene Rechenzentren irgendwie im Betrieb zu halten.

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Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alles auf dem Laufenden, was Microsoft bei seinen Open Source-Projekten wie den PowerToys zu berichten hat. Mittlerweile bilden allerdings Mozilla, Inklusive Informatik und Europas Digitalwirtschaft die Schwerpunkte meiner Arbeit.

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