
Seine Teamkollegen wussten Bescheid, wie Johannes Dale-Skjevdal berichtete. Lägreid habe sich vorgenommen gehabt, seine Geschichte im Falle eines Medaillengewinns zu erzählen. Er hielt Wort. Live im TV. Mit dem Ziel, sie zurückzugewinnen. „Ich begehe lieber sozialen Selbstmord“, sagte er bei „Verdens Gang“, als diese Frau aufzugeben.
Ob es die richtige Entscheidung gewesen sei, der Welt von seinem Fehltritt zu erzählen, wisse er nicht, sagte Lägreid wenig später auf der Pressekonferenz: „Aber es war die Entscheidungen, die ich getroffen habe.“ Zudem bat er sich bei seinem Landsmann und Einzel-Olympiasieger Johan-Olav Botn. „Ich will dir heute nicht die Show stehlen“, sagte Lägreid: „Ich hoffe, dass es nur die nächsten ein, zwei Tage ein Thema ist. Deine olympische Goldmedaille ist für immer.“
In Antholz gewann Botn den Wettbewerb vor Eric Perrot aus Frankreich, dahinter schaffte es Laegreid im Klassiker über 20 Kilometer noch auf das Podium. „Es ist meine erste olympische Einzel-Medaille und ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben“, sagte Laegreid noch, bevor das Interview eine unerwartete Wendung nahm. (sid/dpa)
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