Marvel-Gott erlebte das erbärmlichste MCU-Debüt aller Zeiten

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Wohl nicht alle MCU-Fans haben mitbekommen, dass der dritte Bruder im Bunde sein Debüt im Franchise bereits gefeiert hat … was eben nicht für das Debüt spricht.

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Loki (Tom Hiddleston) und Thor (Chris Hemsworth) gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Figuren des Marvel Cinematic Universe (MCU). Geradezu ikonisch ist ihr Abenteuer in „Thor: Tag der Entscheidung“ – und umso bitterer ihr Abschied in „Avengers: Infinity War“. Trotz des Todes durch Thanos‘ Hand sahen wir den Gott des Schabernacks in seiner eigenen Serie „Loki“ wieder … in der auch sein anderer Bruder endlich Einzug ins MCU erhielt.

In Folge 3 von „Loki“ Staffel 2 gab tatsächlich Balder, der Tapfere sein MCU-Debüt. Dies fiel allerdings derart traurig aus, dass etliche Fans es übersehen oder mittlerweile bestimmt schon wieder vergessen haben. Die Rede ist von der Szene, in der Loki (Tom Hiddleston) und Mobius (Owen Wilson) auf der Weltausstellung in Chicago im Jahr 1893 ein Diorama von drei nordischen Gottheiten entdecken: Odin, Thor – und eben Balder, der Tapfere:

© Disney (Screenshot aus „Loki“)

An dessen MCU-Debüt wurde davor tatsächlich zwölf Jahre lang gewerkelt, wie wir 2023 erfahren hatten. Bereits für den allerersten „Thor“-Film aus 2011 war ein Auftritt von Balder vorgesehen gewesen, doch er schaffte es genau wie bei den drei folgenden „Thor“-Filmen nie über einen Drehbuchentwurf hinaus. Viermal sollte er also im MCU auftauchen und jedes Mal klappte es dann doch nicht. Es ist schon ein wenig bitter, dass es nach den jahrelangen Plänen zu nicht mehr als einem kurzen Easter Egg reichte; das Loki bezeichnenderweise auch noch mit dem Kommentar versieht, dass doch niemand Balder kenne.

Wohl weiter ohne Balder: Was das MCU in Zukunft für euch bereithält, verrät euch unser Video:

Das ist Balder, der Tapfere

Balder feierte bereits 1962 sein Debüt in den Marvel-Comics und war von niemand Geringeren als den legendären Stan Lee und Jack Kirby erdacht worden. Er ist der Sohn von Odin und Freya, was ihn zum Halbbruder von Thor sowie ebenfalls einem Adoptivbruder von Loki macht. Er gilt als einer der stärksten Asen-Krieger und seine Mutter verlieh ihm dank Zaubersprüchen Unverwundbarkeit, da Balders Tod laut der Prophezeiung Ragnarök auslösen soll.

Diese Unverwundbarkeit gilt allerdings nur für Asgard, außerhalb seiner Heimatwelt kann er verletzt werden; innerhalb Asgards zudem durch Waffen aus Mistelzweigen, seine einzige Schwachstelle. Loki machte sich dies einmal zunutze und verschaffte Balder tatsächlich einen Ausflug nach Helheim. Odin rettete ihn jedoch aus der nordischen Unterwelt, Balder verfügt seitdem aber über weißes Haar.

Wir dürfen gespannt sein, ob Balder in einem möglichen „Thor 5“ doch noch sein wahres MCU-Debüt feiern wird. Aufgrund von Lokis Kommentar scheint er ja innerhalb dieser Marvel-Welt zu existieren. Das wirft allerdings die Frage auf, wo er all die Jahre über war. Da das MCU jedoch an der Geschichte von Ragnarök nicht wirklich interessiert zu sein scheint – in „Thor: Tag der Entscheidung“ (im Original: „Thor: Ragnarok“) ging Asgard schließlich schon unter –, könnte die Zeit von Balder wohl oder übel endgültig abgelaufen sein.

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