#Mering feiert Partnerschaft mit Ambérieu
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Die Meringer Feuerwehrkapelle gestaltet den Sonntagsgottesdienst in der Stadtkirche von Ambérieu. Ein großes Luftbild der Partnerstadt wird bald im hiesigen Sitzungssaal zu sehen sein.
Erst wenige Stunden vorher hatte Mayer beim Besuch im Rathaus von Ambérieu den Wunsch nach einer solchen Aufnahme geäußert und staunte, als er nun so schnell in Erfüllung ging. Auch ein handgefertigtes Kunstwerk mit zwei vergoldeten Händen als Symbol der Freundschaft überreichte die Partnerstadt zum Jubiläum.

Foto: Heike Scherer
Für die französischen Familien hatte Mayer eine Festschrift mit lustigen Anekdoten über Besuche in Ambérieu und Schnapsgläser mit beiden Wappen im Gepäck. Ein besonderes Geschenk war ein Acrylbild von der Einweihung der Brücke der Freundschaft in Mering. Über seine große weiße und eine kleine bunte Büste, die der Meringer Künstler Harold Frkovic angefertigt hatte, zeigte sich Bürgermeister Daniel Fabre sehr gerührt.

Foto: Heike Scherer
Gemeinsames Festkonzert zum ersten Abend in Ambérieu
Nach einem Empfang im Espace 1500 und einem Abendessen in den Familien folgte ein dreistündiges Konzert. Die Feuerwehrkapelle präsentierte gemeinsam mit drei Trachtlern ein amüsantes Programm, bevor die Union musicale in die Welt von Gospel, südamerikanischem Flair und Jazz entführte. In der Feuerwehrkapelle spielte Willi Bader, ein langjähriges Mitglied der Jumelage, gemeinsam mit seinen Söhnen Christian und Hermann und seiner Enkelin Anna-Maria. Am Samstag folgte ein Umzug durch das Zentrum. Das Fortbestehen der Freundschaft wurde durch die beiden Bürgermeister in einer Urkunde bestätigt. Zu diesem Anlass trug Merings Bürgermeister Florian Mayer die Amtskette von 1973.

Foto: Heike Scherer
Mering-Ambérieu ist eine von insgesamt 2200 Partnerschaften zwischen Frankreich und Deutschland. Nach einem ersten Kontakt mit Klosterschwestern im Jahr 1969 besiegelten Antoine Buy und Josef Heinrich am 12. Juni 1973 die Verbindung ihrer Gemeinden. Die Partnerschaft zwischen den zwei mittelgroßen Gemeinden führte nicht nur zu zahlreichen kulturellen, sportlichen und erzieherischen Treffen, die Europa stärker machen – sondern auch zu vielen, sehr engen Freundschaften.
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Josef und Gabriele Kennerknecht sind seit 1982 mit Jean Pierre und Claudette Trouillot befreundet. Sie freuten sich außerordentlich, nach vier Jahren wieder in Ambérieu zu sein. Sie schreiben sich E-Mails zu Weihnachten, Geburtstagen oder der Geburt von Enkeln. „Wir hatten viele Jahre auch noch Besuche mit der Pfarrei, die 2004 endeten. Ich erlebte immer eine großartige Gastfreundschaft und lernte eine gelassenere Lebensart in Frankreich kennen“, verriet Gabriele Kennerknecht. 1983 besuchte sie extra einen Französischkurs.

Foto: Heike Scherer
Christine Gelb ist seit 14 Jahren beim Austausch dabei
Seit 14 Jahren ist Christine Gelb mit ihrem Partner Carlo dabei. Sie wollte ihr Französisch auffrischen und meldete sich auf einen Aufruf in der Zeitung. Es gab auch private Treffen mit André und Colette Sigrant bei Ausflügen und bester Bewirtung. Genauso erging es Georg und Sonja Lidl, die seit 1989 zu Claudie und Jean-Marc Achaume kamen. Für den verstorbenen Vater war im Mai der Sohn Cyril in Mering, der sich jetzt im Komitee engagiert. Lidls waren oft auch beim Bierfest dabei und reisten diesmal mit dem Enkel Jonathan an, der das fünfte Jahr Französisch lernt.
Für Thomas Schnitzler war es nach 30 Jahren der zweite Besuch. 1993 war er mit Wohnmobilen und Läufern in Ambérieu, die die 750 Kilometer Heimreise im Wechsel laufend zurücklegten. „Die Franzosen begleiteten uns bis zur Grenze, der Empfang am Marktplatz Mering war gigantisch“, schwärmte er. Michael Krämer war erstmals in Ambérieu auf Einladung von Florian Mayer und Jochen Hartmann, um Impulse für die angedachte Städtepartnerschaft mit Karmiel geben zu können, aber auch um die Freundschaft im europäischen Kontext zu pflegen und auszubauen. Seine Gastgeberin Luce Combier war 1973 bei der Gründung der Partnerschaft anwesend, als Frau des Bürgermeisters und ehemalige Lehrerin oft in Mering.

Foto: Heike Scherer
Sechs Jugendliche aus Mering beteiligten sich an der Reise. „Wir waren vor einem Jahr eine Woche im Austausch im Lycée Alexandre Bernard und ich freue mich, die Stadt wiederzusehen und neue Menschen kennenzulernen“, erklärte Marla von Benkendorff. Zuhören und unterhalten bringe auch sehr viel für die Verbesserung der Sprache, sagte sie. Ihr Bruder Tim freute sich über seine gastfreundliche Familie, die extra Fischknödel aus Lyon besorgt hatte. Lilith Weizenegger, eine Enkelin des ehemaligen Meringer Bürgermeisters Max Sedlmeir, möchte künftig die Jugend im Partnerschaftskomitee vertreten. Sie will ein Banner für die Jugend entwerfen lassen und plant gemeinsame Projekte wie eine Woche mit gemeinsamen Aktivitäten für Jugendliche ab 13 Jahren. Die Anmeldung soll über die Schule und die Komitees erfolgen.
Voll schöner Erinnerungen reisten die zwei Busse mit den Meringern – ein Bus für die Feuerwehrkapelle mit ihren Trachten und Instrumenten – nach drei Tagen wieder zurück nach Mering.
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