
Manchmal gibt es diese Meldungen, die eine nicht unfreiwillige Komik in sich tragen. So geht es mir jedenfalls bei dieser aktuellen Meldung von Windows Central, wo man beim Post von EVP Ryan Roslansky, seines Zeichens zuständiger leitender Senior Manager für Microsoft 365 und LinkedIn, auf besagtem Netzwerk eigentlich nur verwundert die Augen reiben kann. Dort fordert er ein sofortiges Ende des KI-Slops und warnt vor den Folgen.
Konkret schreibt er:
„KI-Slop taucht nicht nur in sozialen Netzwerken auf … sie hält auch Einzug in unseren Arbeitsalltag. Jemand schickte mir ein Dokument, das eindeutig von einer KI erstellt worden war. Ich las es, erkannte den KI-Ursprung, ließ es von einer KI zusammenfassen – und am Ende hatte ich nichts in der Hand, das der ursprünglichen Idee neue Impulse verliehen hätte … Das ist eine Abwärtsspirale. Wenn wir nicht aufpassen, schaffen wir uns lediglich eine extrem teure Methode, um das Schreiben und Lesen zu umgehen, während wir in einem Meer aus Gleichförmigkeit und Beliebigkeit versinken … Das sollten wir nicht zulassen.
Schlagen wir stattdessen einen anderen Weg ein: Nutzen wir die KI als Unterstützung beim Handeln, Lernen und Erschaffen – aber auf eine Weise, bei der wir unsere eigenen Perspektiven und einzigartigen Erfahrungen einbringen, um die Dinge zu bereichern und voranzubringen!“
Wer Microsofts Wortwahl kennt, weiß, dass sie grundsätzlich nur bis zu einem gewissen Punkt deutlich werden, wenn sie zurückrudern. Vor dem Hintergrund kann man schon fast meinen, jemand hat dem Mann bei vollem Kohldampf einen Besen hingehalten.
Dass mit Microsoft-Präsident Brad Smith der mächtigste Mann neben Satya Nadella bei Microsoft noch einen Like da gelassen hat und so bildlich seine Zustimmung andeutet, macht den Gesamteindruck schon… interessant. Von Satya Nadella selbst oder gar den KI-Verantwortlichen wie Jacob Andreou oder Mustafa Suleyman sollten wir dagegen wohl eher keine solchen Aussagen erwarten.
Der Beitrag Microsoft 365: EVP Ryan Roslansky fordert sofortiges Ende des KI-Slops erschien zuerst auf Dr. Windows.
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