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Autofahrer haben es momentan nicht gerade leicht. Versicherungen sind teuer, Reparaturen dank moderner Elektronik ebenso. Und nun schießen auch die Spritpreise in ungeahnte Höhen. Experten prophezeien ein Wachstum auf 2,50 Euro und schließen auch noch höhere Preise für Diesel sowie Benzin nicht aus. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, mit dem sich Autofahrer derzeit herumschlagen müssen. Ein weiteres Problem betrifft Millionen moderne Pkw mit einem Keyless-Schließsystem. Hier rät die Polizei Autobesitzern nach einem Vorfall dazu, sich eine Blechdose zu kaufen.
Drei Autos innerhalb von Sekunden gestohlen
Auf den ersten Blick wirken Keyless-Schließsysteme ziemlich praktisch. Man nähert sich dem Auto, schon ist es aufgeschlossen. Und auch im Innenraum ist der Schlüssel nicht erforderlich. Ein Knopfdruck, und der Motor startet. Kein Vergleich zu den üblichen Funkschlüsseln. Wäre da nicht ein Problem, das die Experten vom ADAC in einem Satz zusammenfassen: „Die meisten Autos mit Keyless-Komfort-Schließsystem sind deutlich leichter zu stehlen als Fahrzeuge mit normalem Funkschlüssel.“
Den Wahrheitsgehalt dieser Aussage bestätigt nun das Polizeikommissariat Wolfenbüttel. Demnach seien in der Nacht vom 04.03. auf den 05.03. im Landkreis drei Pkw gestohlen worden. Dazu gehören ein Audi SQ5 im Wert von 30.000 Euro, ein Audi A5 Cabriolet (38.000 Euro) sowie ein Mercedes R1EC (28.000 Euro). Allesamt waren verschlossen und parkten in der Grundstückseinfahrt.
Entwendet wurden die Fahrzeuge innerhalb von Sekunden. Das ist bei Fahrzeugen mit Keyless-Schließsystemen nicht unüblich. Denn hängt der Autoschlüssel in der Nähe der Haustür oder an der Hauswand, können Täter das Signal abfangen und bis zum Fahrzeug verstärken. Für den Pkw ist es so, als wäre der eigentliche Autobesitzer samt Schlüssel in der Nähe. Ab hier müssen die Täter nichts weiter tun, als sich in das offene Auto zu setzen, den Start-Knopf zu drücken und wegzufahren.
Autobesitzer brauchen eine Blechdose
Das Diebstahl-Problem ist keine Seltenheit bei Autos mit Keyless-Schließsystemen. Ein Test des ADAC ergab, dass rund 85 Prozent der über 800 getesteten Fahrzeuge nicht vor Diebstahl geschützt sind. Auch Werksalarme und Wegfahrsperren bringen in diesem Kontext nicht viel.
Was hilft, ist eine Blockierung des Funksignals. Stichwort: Faradayscher Käfig. Deshalb rät die Polizei Wolfenbüttel dazu, den Autoschlüssel mittels einer Aluminiumhülle oder Blechdose abzuschirmen. Ob es funktioniert, können Autobesitzer zudem selbst direkt am Auto testen. Und falls ja, dann ist das Fahrzeug endgültig sicher.
Der ADAC verfolgt derweil einen etwas breiter angelegten Ansatz. So fordert der Automobilclub, neue Automodelle mit Keyless-Schließsystemen zeitgemäß gegen Autodiebstahl zu sichern. Hier seien die Fahrzeughersteller in der Pflicht. Bis es soweit ist, hilft jedoch nur der Griff zur Blechdose.
Bildquellen
- TÜV: Diese 2 Fehler sorgen im Frühling für Allergien bei Fahrern: KI-generiert
- Millionen Autobesitzer haben ein Problem – eine Blechdose soll helfen: KI-generiert
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